Meta, der Konzern hinter Facebook, Instagram und WhatsApp, verzeichnet dank eines boomenden Werbegeschäfts riesige Gewinne. Doch anstatt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, plant CEO Mark Zuckerberg Großes: Einen Großteil der Einnahmen will Meta in den Ausbau von Künstlicher Intelligenz (KI) stecken. Wie der jüngste Quartalsbericht zeigt, sind die Ambitionen hoch und die Investoren begeistert.
Ein Blick in die Zukunft der KI
Mark Zuckerberg sieht in der KI-Technologie das Herzstück von Metas Zukunft. Sein Ziel: Meta AI soll bis Ende des Jahres zum meistgenutzten KI-Assistenten der Welt avancieren. Bereits jetzt nutzen viele Menschen den Chatbot, um „schwierige Gespräche durchzuspielen“ oder nach Informationen zu suchen. Zwar hatte der Chatbot kürzlich einen Fauxpas, als er das Attentat auf Ex-Präsident Donald Trump als Fiktion darstellte – ein typisches Problem sogenannter „Halluzinationen“ bei KI-Systemen – doch Zuckerbergs Enthusiasmus bleibt ungebrochen.
Kosten und Investitionen
Der Ausbau der KI-Infrastruktur ist allerdings teuer. Im letzten Quartal stiegen Metas Ausgaben um sieben Prozent auf 24,22 Milliarden Dollar. Für das gesamte Jahr rechnet das Unternehmen mit Kosten zwischen 37 und 40 Milliarden Dollar und prognostiziert für 2025 einen weiteren erheblichen Anstieg. Ein großer Teil dieser Investitionen fließt in die Rechenzentren, die zum Training der KI-Modelle benötigt werden.
Zuckerberg betont, dass das nächste KI-Modell, Llama-4, zehnmal mehr Rechenleistung benötigen wird als die aktuelle Version. Meta, bereits ein Großkunde des Chipgiganten Nvidia, gibt pro Einheit der benötigten Systeme mehrere Zehntausend Dollar aus. Lieber wolle man mehr Kapazitäten aufbauen, als später in Bedrängnis zu geraten, so Zuckerberg. Die Anleger teilen offenbar seinen Optimismus: Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent.
Das finanzielle Polster von Meta
Meta kann sich diese teuren Zukunftsvisionen dank seines boomenden Werbegeschäfts leisten. Im letzten Quartal stieg der Umsatz um 22 Prozent auf über 39 Milliarden Dollar, der Gewinn um 73 Prozent auf knapp 13,5 Milliarden Dollar. Täglich greifen rund 3,2 Milliarden Nutzer auf mindestens eine App des Meta-Konzerns zu, was dem Unternehmen allein in diesem Segment ein operatives Ergebnis von 19,3 Milliarden Dollar einbrachte.
Qualcomm setzt ebenfalls auf KI
Meta ist nicht der einzige Tech-Riese, der voll auf KI setzt. Auch Qualcomm, der weltgrößte Anbieter von Smartphone-Chips, erwartet eine steigende Nachfrage nach Handys mit KI-Funktionen. Für das laufende Quartal rechnet Qualcomm mit einem Umsatz zwischen 9,5 und 10,3 Milliarden Dollar, was über den Markterwartungen liegt. Der Einzug von KI in Smartphones motiviert viele Verbraucher, ihre Geräte zu erneuern und zu den fortschrittlichsten Modellen zu greifen, was Qualcomm zugutekommt.
Fazit: Eine glänzende Zukunft für Meta und KI
Mark Zuckerbergs Vision von einer KI-dominierten Zukunft für Meta stößt auf Begeisterung bei Investoren und Marktanalysten. Trotz hoher Kosten und technischer Herausforderungen scheint der Weg für Meta klar: KI wird eine zentrale Rolle spielen. Mit einem starken finanziellen Rückhalt und einer klaren Strategie könnte Meta schon bald neue Maßstäbe setzen – und das nicht nur im Bereich der sozialen Medien, sondern auch in der Welt der Künstlichen Intelligenz.
