Während die Pegel der Flüsse steigen, reist EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Polen, um sich ein Bild der Lage zu machen. Denn nicht nur in Deutschland, sondern auch in unseren Nachbarländern wie Polen, Tschechien und Österreich kämpfen die Menschen mit den Wassermassen. Und eines ist klar: Der Wiederaufbau wird Zeit und Geld kosten – viel Geld. Genau darum dürfte es bei den Gesprächen zwischen von der Leyen und den Regierungschefs in Polen gehen.
Das Wasser steigt – und zwar ordentlich!
Die Elbe zeigt sich in Sachsen derzeit von ihrer wuchtigen Seite. Der Wasserstand steigt weiter, und die Menschen entlang des Flusses halten den Atem an. In Schöna, an der Grenze zu Tschechien, erwartet man einen Höchststand von bis zu 6,71 Metern – normal wären hier eher 1,58 Meter. Dresden sieht ähnlichen Herausforderungen entgegen, während in Brandenburg die Oder für Sorgenfalten sorgt. Auch dort sind die Hochwasser-Krisenstäbe in Alarmbereitschaft.
Vom Regen in die Flut: Aufräumarbeiten in Polen, Tschechien und Österreich
Während Deutschland noch in den Vorbereitungen steckt, wird in den am härtesten betroffenen Gebieten Osteuropas bereits aufgeräumt. Doch die Lage ist weit von einer Entwarnung entfernt. Polen, Tschechien und Österreich zählen zusammen über 20 Todesopfer, und viele Menschen werden noch vermisst. Die Einsatzkräfte arbeiten auf Hochtouren, unterstützt von Soldatinnen und Soldaten, um den Fluten Herr zu werden.
Besonders dramatisch ist die Lage in Tschechien, wo der fünfte Todesfall gemeldet wurde. In dem stark betroffenen Kurort Jesenik im Altvatergebirge stehen Häuser unter Wasser, und viele werden wegen Einsturzgefahr abgerissen. Präsident Petr Pavel zeigte sich erschüttert und schätzt, dass die Schäden noch Jahre beseitigt werden müssen.
Breslau unter Wasser – aber die Lage stabilisiert sich
Auch Breslau in Polen wurde in der Nacht von der Hochwasserwelle getroffen. Doch zum Glück scheint sich die Lage dort zu stabilisieren. Mit einem Wasserstand von 6,31 Metern bleibt die Situation angespannt, doch Experten erwarten, dass sich die Pegel zwischen 6,30 und 6,40 Metern halten werden – deutlich unter den 7,24 Metern, die 1997 beim verheerenden Oderhochwasser gemessen wurden. Ministerpräsident Donald Tusk mahnt dennoch zur Vorsicht: „Es ist zu früh, um Entwarnung zu geben.“
Italien im Regen – wenn’s mal wieder zu viel wird
Während das Wasser in Teilen Europas langsam zurückgeht, bekommt Italien die geballte Kraft des Wetters ab. In der Emilia-Romagna und der Toskana regnet es, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Behörden haben sicherheitshalber Schulen geschlossen und die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Man will ja nichts riskieren.
Von der Leyen auf Hochwasser-Mission
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist heute nach Polen, um sich ein Bild der Lage zu machen. Gemeinsam mit anderen europäischen Regierungschefs wird sie über mögliche Hilfen aus Brüssel sprechen. Klar ist, dass Länder wie Polen und Österreich ihren Bürgern bereits Unterstützung zugesagt haben, doch es wird auch EU-Mittel brauchen, um den Wiederaufbau zu finanzieren. Österreich hat bereits angekündigt, den Katastrophenfonds von 300 Millionen Euro auf eine Milliarde aufzustocken – ein klares Zeichen, dass Europa in Krisenzeiten zusammenhält.
Fazit: Wasser marsch, von der Leyen auch
Die Hochwasserlage in Europa bleibt angespannt, doch die Hilfsmaßnahmen laufen an. Während die Menschen in den betroffenen Regionen weiterhin mit den Fluten kämpfen, sorgen Politiker dafür, dass Unterstützung auf den Weg gebracht wird. Die Natur lässt sich nicht aufhalten, aber Solidarität und Zusammenhalt können helfen, die Schäden zu begrenzen.
