Auch André Berghegger hält einen Kurswechsel für nötig. Vor allem beim Geld. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds erwartet, dass Bund und Länder mehr von ihren Steuereinnahmen abgeben. Aktuell fließen etwa 14 Prozent an die Kommunen.
„Die Gelder von der Bundesebene für Integrations-, für Sprachkurse: Die müssen erhöht und nicht reduziert werden. Jetzt haben wir noch nicht mal einen Haushalt. Das führt zu einer großen Verunsicherung vor Ort. All das fangen wir kommunal freiwillig zum Teil auf, weil wir ja helfen wollen“, so Berghegger.
Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete sieht die Kommunen an der Leistungsgrenze. Die Kraft von Ehrenamtlichen und Behördenmitarbeitern sei begrenzt.
Auf Nachfrage kommt etwas Selbstkritik der Kommunen: Schließlich sind Städte und Landkreise für die Ausländerbehörden verantwortlich. Die Personaldecke dort ist laut Städte- und Gemeindebund „zu dürftig“. Der Aufwuchs sei „überschaubar“.
