Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zieht gegen den Neobroker Trade Republic vor Gericht – und der Vorwurf hat es in sich: „Irreführende Werbung“ zu Zinsen und Einlagensicherung.
📢 Kernkritik:
✔ Trade Republic wirbt mit 3 % Zinsen – „unbegrenzt“.
✔ Aber: Der Zinssatz ist veränderlich, diese Einschränkung wird nicht klar genug kommuniziert.
✔ Nicht alle Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
👉 Die Verbraucherschützer sehen hier eine bewusst undurchsichtige Praxis, die Kund:innen täuschen könnte.
🔎 Worum geht es genau?
✔ Trade Republic lockt Anleger:innen mit attraktiven Sparzinsen von 3 %.
✔ Die Werbung suggeriert „unbegrenzte“ Guthabensicherung – doch nicht das gesamte Geld ist geschützt.
✔ Stattdessen wird ein Teil der Kundeneinlagen in Geldmarktfonds investiert.
🔍 Das Problem:
🚨 Geldmarktfonds gelten als sicher, sind aber nicht risikolos.
📢 Verbraucherschützer warnen:
💬 Niels Nauhauser (Finanzexperte der Verbraucherzentrale):
„Bei Finanzmarktturbulenzen könnten Anleger:innen Verluste erleiden – ohne zu wissen, welches Risiko sie eigentlich eingegangen sind.“
👉 Sprich: Wer bei Trade Republic Geld anlegt, ist sich möglicherweise nicht bewusst, dass ein Teil seines Guthabens nicht unter den Einlagensicherungsmechanismus fällt.
⚖️ Klage vor dem Landgericht Berlin – was wird Trade Republic vorgeworfen?
Die Verbraucherzentrale argumentiert:
🔴 Kund:innen werden nicht ausreichend darüber informiert, dass Teile ihrer Einlagen nicht gesichert sind.
🔴 Der Hinweis auf Geldmarktfonds-Risiken ist nicht transparent genug.
🔴 Trade Republic kann nach Belieben die Verteilung zwischen Bankguthaben und Fonds verändern – ohne Zustimmung der Kunden.
🚨 „Geschäftspolitisches Kalkül“, nennt das Nauhauser.
👉 Zum Schutz der Verbraucher:innen hat die Verbraucherzentrale daher Klage vor dem Landgericht Berlin eingereicht.
🛡️ Trade Republic weist Vorwürfe zurück
📢 Laut Trade Republic ist an den Vorwürfen nichts dran:
✔ Die Anlagepraxis sei bereits seit Mai 2024 bekannt.
✔ Kund:innen könnten jederzeit über die App transparent einsehen, wie ihr Geld auf Banken und Fonds verteilt wird.
✔ Sowohl auf der Website als auch im Help Center gebe es klare Erklärungen.
👉 Das Unternehmen sieht also keinen Grund, seine Werbepraxis zu ändern.
🔎 Fazit: Transparenz oder Mogelpackung?
📌 Trade Republic bewirbt sein Angebot mit starken Zinsen – doch nicht jedes Detail ist Verbraucherschützer:innen transparent genug.
📌 Geldmarktfonds sind keine Sparkonten – und bergen bei Marktschwankungen ein gewisses Risiko.
📌 Das Landgericht Berlin wird nun entscheiden, ob die Werbung von Trade Republic tatsächlich irreführend ist.
Der Fall zeigt einmal mehr:
💡 Fintech-Unternehmen und Neobroker verändern die Finanzlandschaft – doch Verbraucherschutz und Transparenz müssen weiterhin oberste Priorität haben.
