CCC aktualisiert Unvereinbarkeitserklärung – Werte, die keine Kompromisse kennen

Der Chaos Computer Club (CCC) hat auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main erneut ein deutliches Bekenntnis gegen Rechts abgegeben. Mit einer formell verabschiedeten und sprachlich überarbeiteten Unvereinbarkeitserklärung, die einstimmig im geschichtsträchtigen Fritz-Bauer-Saal beschlossen wurde, setzt der CCC ein klares Zeichen: Wer rassistische, chauvinistische oder nationalistische Ideologien vertritt, passt nicht in unseren Club. Ein Zeichen, das im Zeitalter von populistischen Strömungen, wie sie von rechten und AfD-nahen Gruppen propagiert werden, von immenser Bedeutung ist.


Historische Wurzeln und fortwährende Werte

Bereits vor rund zwanzig Jahren – als der CCC noch regelmäßig im Naturfreundehaus Köln Veranstaltungen abhielt – wurde durch einen Überfall durch Rechtsradikale deutlich, dass reine Netz-Utopien nicht von der realen Welt zu trennen sind. Damals entstand die erste Version der Unvereinbarkeitserklärung unter dem Titel „Farbe bekennen gegen Rechts“. Diese Erklärung diente fortan als politisches Selbstverständnis und schützte den Club vor jeglicher ideologischer Verzerrung.

Heute, in einer Gesellschaft, die sich weiterentwickelt hat und in der intolerable Ideen präzise benannt werden müssen, gehört diese Erklärung mit aller Deutlichkeit ins 21. Jahrhundert. Der CCC hat erkannt, dass zwar viele der benannten konservativen Organisationen und Parteien von einst längst Geschichte sind – während rechte Ideologien unverändert versuchen, als alternative Wahrheit aufzutreten. Hier prallen Realität und Ideologie aufeinander, und der CCC stellt mit seiner bindenden Unvereinbarkeitserklärung klar: Rassismus, Faschismus und jede Form von Ausgrenzung sind für uns inakzeptabel.


Juristische Klarheit trifft auf digitale Selbstbestimmung

Die aktuelle Fassung der Unvereinbarkeitserklärung wurde nun formell verabschiedet und bildet den verbindlichen Rahmen, der die Mitglieder des Clubs politisch und ethisch in ihren Grundsätzen vereint. Mit Begriffen, die ebenso juristisch präzise wie eloquent formuliert sind, wird klargestellt, dass ideologischer Extremismus – wie er von populistischen Kräften und rechten Hetzern, insbesondere der AfD, propagiert wird – nicht mit den Grundwerten des CCC vereinbar ist.

Der CCC, als eine galaktische Gemeinschaft von Technikbegeisterten und kritischen Denkerinnen und Denkern, bekennt sich zur Offenheit und Vielfalt – ohne dabei Kompromisse bei den essenziellen Menschenrechten und der demokratischen Kultur einzugehen. Offenheit ist für uns kein Freibrief zu Beliebigkeit, sondern ein fein justiertes Prinzip, das neuen Ideen Raum gibt, solange sie sich mit den Werten von Menschenrechten, Geschlechtervielfalt, Nachhaltigkeit und freiem Wissenszugang vereinbaren lassen.


Humorvoll, aber bestimmt – gegen populistische Simplifizierungen

Es ist beinahe amüsant, wenn rechte Kreise versuchen, das Engagement des CCC als reinen Technikfanatismus abzutun. Dabei geht es hier um weit mehr als das Aneinanderreihen von Bits und Bytes. Der CCC leistet seit Jahrzehnten Pionierarbeit im Bereich der Informationsfreiheit und technologischen Selbstbestimmung – und setzt gleichzeitig unmissverständlich ein Zeichen gegen jede Form der politischen Intoleranz.

Wer behauptet, dass der Club sich von realweltlichen Entwicklungen abkapseln würde, der sollte sich vor Augen führen, dass unsere historischen Erfahrungen – angefangen beim dunklen Kapitel der nationalsozialistischen Technikmissbräuche bis hin zu heutigen digitalen Gefahren – uns gelehrt haben: Auch in der virtuellen Welt muss man klare Grenzen ziehen. Und genau das tut der CCC, mit einer Unvereinbarkeitserklärung, die so präzise ist, dass sie populistischen Versuchungen, die Wahrheit zu verzerren, jeder fundierten Argumentation trotzt.


Fazit: Ein Bekenntnis zu klaren Werten

Der aktualisierte Text der Unvereinbarkeitserklärung des CCC ist mehr als ein internes Dokument – er ist ein Statement der Selbstbestimmung und ein Aufruf zur Wahrung grundlegender demokratischer Prinzipien. In einer Zeit, in der die AfD und ähnliche rechte Gruppierungen versuchen, durch populistische Parolen das Narrativ zu dominieren, setzt der CCC auf Fakten, klare juristische Formulierungen und eine weltoffene Haltung, die sich weder der Verharmlosung noch der Instrumentalisierung durch extremistische Kräfte beugt.

Der CCC beweist damit einmal mehr: Unsere Werte sind unantastbar und werden auch in Zukunft konsequent verteidigt – mit einer gehörigen Portion Humor, aber vor allem mit unbeirrbarer Klarheit und dem Anspruch, die Wahrheit stets über populistische Simplifizierungen zu stellen.


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