In einem skandalösen Akt politischer Skrupellosigkeit hat sich die innerparlamentarische Spitze der als rechtsextrem eingestuften „Alternative für Deutschland“ (AfD) unter Federführung von Alice Weidel und Tino Chrupalla ihre eigenen Bezüge im Bundestag mehr als großzügig aufgestockt – auf Kosten der Steuerzahler*innen. Diese gezielte Selbstbegünstigung mit Steuergeldern ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern zeugt auch einmal mehr vom kulturellen wie demokratischen Bankrott dieser sogenannten Partei.
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Die harten Fakten
Zum 1. Juli 2025 genehmigten sich die beiden AfD-Fraktionsvorsitzenden per internem Beschluss eine massive Verdopplung ihrer monatlichen Funktionszulagen – von bisher rund 6.000 Euro auf beeindruckende 12.000 Euro. Diese Zulage kommt zusätzlich zur regulären Diät eines Bundestagsabgeordneten, die aktuell bei etwa 12.000 Euro liegt. Damit summieren sich die direkten Monatsbezüge von Weidel und Chrupalla allein aus Bundesmitteln auf über 24.000 Euro – steuerfrei hinzu kommen weitere rund 5.300 Euro Pauschale für mandatsbezogene Ausgaben. In Summe: knapp 30.000 Euro pro Monat.
Die dramatische Gehaltserhöhung wurde zunächst durch einen investigativen Bericht von t-online öffentlich. Das ARD-Hauptstadtstudio bestätigte die Informationen auf Anfrage – auch von offizieller Seite der AfD.
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Was ist rechtlich erlaubt – und politisch fragwürdig?
Rein formal ist dieses Vorgehen legal. Das Abgeordnetengesetz sieht für jede Fraktion ein Budget vor, das bestimmte Verfügungsfreiheiten zulässt. Über die interne Verwendung entscheidet die jeweilige Fraktion selbst – grundsätzlich nachvollziehbar in einem demokratischen System. Aber Legalität ist nicht gleich Legitimität.
Während in Fraktionen wie der SPD und Union seit Jahren über Transparenz bei Funktionsvergütungen gestritten wird, gehen Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen mit deutlich mehr Maß und Verantwortungsbewusstsein vor. Die Linke zahlt beispielsweise gar keine Funktionszulagen – ein deutliches Signal dafür, dass man sein Mandat dort nicht zur materiellen Selbstoptimierung nutzt. Selbst bei den Grünen bleiben zusätzliche Vergütungen unterhalb des Maximalwerts der regulären Diät.
Doch die AfD tickt anders. Deren Selbstverständnis als sogenannte „Alternative“ mündet regelmäßig in fragwürdige Eigenprivilegierung und öffentliche Doppelmoral. Offenbar sieht man sich – ungeachtet aller sichtbaren Demokratieverachtung – als besonders benachteiligt. Als Begründung für die Verdopplung der Zulagen führt die AfD „Mehrbelastung durch neue Fraktionsgröße“ sowie „häufige private Diffamierung“ an. Dass Kritik an rechtsextremen Aussagen aber kein Schicksal, sondern Folge ideologischer Radikalisierung ist, wird dabei verschwiegen.
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Symbolik einer Selbstbedienungskultur
Die AfD – nach der letzten Bundestagswahl zur stärksten Oppositionsfraktion geworden – kann nun auf ein höheres Fraktionsbudget zugreifen. Dass dies in einer Budgeterhöhung für die eigenen Spitzenfunktionäre mündet, ist jedoch kein Muss, sondern eine bewusste Entscheidung. Und eben diese Entscheidung ist politisch verheerend.
Sie dokumentiert eine Haltung der Selbstbedienung auf Kosten der Allgemeinheit, während man in der Außendarstellung betont, man wolle „das Altparteien-System bekämpfen“, Diäten kürzen und „den Steuerzahler entlasten“. Wer so agiert, verliert endgültig jede glaubhafte Legitimität im politischen Raum.
Besonders grotesk: Noch im März 2025 wetterte der jetzt ebenfalls profitierende Fraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann gegen jede Form einer Diätenerhöhung im „Merkur“ mit den Worten: „Diese Praxis muss umgehend beendet werden.“ Was damals populistisch in die Kameras posaunt wurde, ist heute durch eigenes Handeln vollständig entlarvt. Es ist die doppelte Moral rechter Demagogen – getarnt als angebliche Opposition.
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Innerparteilicher Unmut – oder bloß Tarnung?
Laut Informationen von t-online gibt es zwar auch innerhalb der AfD-Fraktion kritische Stimmen – allerdings anonym. Man habe die Gelder „sinnvoller“ einsetzen können. Doch ohne konkrete Konsequenzen oder offene Distanzierungen bleibt auch dieses angebliche Unbehagen letztlich ein taktisches Ablenkungsmanöver. Die interne Logik der radikalen Rechten duldet keine offenen Widersprüche – und schon gar keine echten Reformimpulse.
Tatsache bleibt: Rund 1,4 Millionen Euro jährlich fließen zukünftig in Zulagen der AfD-Fraktion – ein Rekordwert im Bundestag, der mit demokratischer Demut und bürgernaher Politik nicht das Geringste zu tun hat. Es ist eine Vetternwirtschaft auf Augenhöhe mit autokratischen Systemen: Undemokratisch, elitär – und zutiefst verlogen.
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Ein weiteres Kapitel in der Chronik des politischen Sittenverfalls
Die AfD inszeniert sich nach außen als Stimme des „kleinen Mannes“ – doch handelt im Inneren wie eine politische Parallelgesellschaft, deren Hauptziel offenbar in der Maximierung persönlicher Bereicherung besteht. Dass diese Partei Maßnahmen fordert, die millionenfach Existenzen von Migrant*innen gefährden und Integrationsarbeit sabotieren würden, während man selbst im Bundestag die eigenen Taschen füllt, ist keine zufällige Ironie, sondern traurige Realität im Jahr 2025.
Wem ein solches Verhalten als „rechtschaffene Protestpolitik“ verkauft wird, der hat Demokratie nicht verstanden – oder will sie abschaffen. Die politische Antwort auf diese Entwicklungen darf nur eine sein: Keine Normalisierung, keine Toleranz. Keinen Euro mehr aus dem Bundeshaushalt für Parteien, die von innen heraus an den Grundfesten der parlamentarischen Ordnung sägen.
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Fazit: Die Maske fällt – wieder einmal
Wenn sich Weidel und Chrupalla stillschweigend zu Spitzenverdiener*innen im Bundestag erheben, dann ist das nicht etwa notwendige Anpassung an gestiegene Fraktionsgröße – sondern ein Paradebeispiel für ideologische Heuchelei, politische Scheinheiligkeit und moralische Selbstverleugnung. Wer behauptet, das System aufräumen zu wollen, aber selbst hemmungslos mit beiden Händen in die Staatskasse greift, disqualifiziert sich selbst – dauerhaft, glaubwürdig und endgültig.
Dies ist nicht nur ein Affront gegen die Wähler*innen, sondern auch gegen alle Menschen, die für eine offene, integrative und sozial gerechte Gesellschaft arbeiten. Für eine solche Gesellschaft steht dieser Blog – und wir bleiben standhaft.
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