Der ehemalige US-Präsident Donald Trump sieht sich einer schweren juristischen Niederlage gegenüber. Ein New Yorker Richter hat entschieden, dass Trump und sein Familienunternehmen, die Trump Organization, in einem Betrugsverfahren haftbar gemacht werden können. Dies ist eine bedeutende Entwicklung in den rechtlichen Problemen des früheren Präsidenten.
Richter Judge Arthur Engoron kam zu dem Schluss, dass Trump und seine Vertrauten den Wert der Trump Organization systematisch manipuliert haben, um günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu erhalten. Diese Manipulationen erstreckten sich über Jahre und betrafen die Berichte des Unternehmens. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die falsche Angabe der Größe von Trumps Wohnung im Trump Tower, die um Hunderte Millionen US-Dollar überbewertet wurde. Auch der Wert von Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida wurde auf erstaunliche Weise aufgebläht.
Dieser Richterspruch erfolgte vor dem eigentlichen Beginn eines Zivilprozesses, den die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James gegen Donald Trump eingeleitet hat. Sie fordert von Trump eine Wiedergutmachungszahlung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar und möchte, dass er in New York keine Geschäfte mehr tätigen darf. Ein endgültiges Urteil in diesem Fall wird für Dezember erwartet.
Die Klage der Generalstaatsanwaltschaft wirft der Trump Organization vor, zwischen 2011 und 2021 Vermögenswerte in Milliardenhöhe überbewertet zu haben, um finanzielle Vorteile zu erzielen. Dies habe den Beschuldigten „Hunderte Millionen Dollar an unrechtmäßig erworbenen Ersparnissen und Profiten“ eingebracht, so die Anklage.
Ursprünglich waren auch Trumps drei älteste Kinder, Ivanka, Donald Junior und Eric Trump, in die Klage involviert. Ivanka wurde jedoch mittlerweile aus der Klage herausgelöst. Der Zivilprozess gegen Trump und seine Söhne beginnt in der kommenden Woche.
Eine wichtige Frage, die im Verlauf des Prozesses beantwortet werden muss, ist das Strafmaß für Donald Trump. In diesem Zivilverfahren droht ihm keine Gefängnisstrafe. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Trump derzeit in vier Strafverfahren angeklagt ist, bei denen eine mögliche Haftstrafe im Raum steht.
Die Anwälte von Donald Trump haben angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Trump selbst hat die Vorwürfe als „lächerlich und unwahr“ abgetan und den Prozess als „Hexenjagd“ bezeichnet. Diese rechtliche Schlacht wird zweifellos weiterhin für Schlagzeilen sorgen und die politische Landschaft in den USA beeinflussen.
