Hamburg, 4. November 2023 – Ein bewaffneter Mann hat am Samstagabend den Hamburger Flughafen gestürmt. Er durchbrach mit seinem Auto ein Tor und fuhr auf das Vorfeld des Airports. Nach Angaben der Bundespolizei hat er zwei Mal in die Luft geschossen und brennende Flaschen aus dem Fahrzeug geworfen. In dem Auto befindet sich auch ein Kind. Die Polizei geht derzeit von einer „Geisellage“ aus.
Kräfte der Bundespolizei und der Landespolizei sind im Einsatz. Ersten Erkenntnissen zufolge sei niemand verletzt worden. In dem Auto des Mannes befindet sich den Angaben der Polizei zufolge auch ein Kind. Unklar ist, ob sich noch ein weiteres Kind im Fahrzeug befindet. „Wir gehen im Moment von einer Geisellage aus“, heißt es bei der Polizei. Die Ehefrau des Mannes hatte die Polizei verständigt und gesagt, dass ihr Mann die Tat angekündigt habe. Das Motiv des Mannes soll der Polizei nicht bekannt sein.
Der Flughafen wurde um 20.24 Uhr gesperrt. Von der offiziellen Sperre bis Betriebsschluss um 23.00 Uhr wären normalerweise sechs Starts und 21 Landungen erwartet worden. Die erwarteten Flüge kamen unter anderem aus Hurghada, Agadir, Malaga oder Lissabon. Teilweise seien sie bereits umgeleitet worden, teils seien Flüge gestrichen worden. Wie es mit dem Flugverkehr weitergehe, hänge von der Einsatzlage ab.
Bereits im Oktober war der Hamburger Flughafen gesperrt worden, damals allerdings wegen einer Anschlagsdrohung auf eine Maschine von Teheran nach Hamburg.
Aktuelle Lage
Nach Angaben der Polizei ist die Lage am Flughafen noch unklar. Die Beamten versuchen, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. In dem Auto befindet sich auch ein Kind, dessen Alter nicht bekannt ist. Es ist nicht klar, ob sich noch ein weiteres Kind im Fahrzeug befindet.
Der Flugverkehr ist weiterhin eingestellt. Die Polizei rechnet damit, dass der Flughafen noch einige Stunden gesperrt bleiben wird.
Weitere Informationen
Wir werden die Situation weiter beobachten und informieren Sie, sobald es neue Informationen gibt.
Bewaffneter Mann durchbricht Tor am Hamburger Flughafen
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