OpenAI im Umbruch: Sam Altman in Verhandlungen über mögliche Rückkehr

Der Technologiepionier OpenAI steht vor einer möglichen Wende, nachdem der ehemalige CEO Sam Altman überraschend entlassen wurde. Laut Berichten verhandelt das Unternehmen nun über eine Rückkehr von Altman und Mitbegründer Greg Brockman. Die Diskussionen drehen sich um eine mögliche Umstrukturierung der Vorstands- und Führungsstruktur, die Altman als Voraussetzung für seine Rückkehr festgelegt hat.

Die Entlassung von Sam Altman wurde am Freitag bekanntgegeben, mit der Begründung, dass er nicht ausreichend mit dem Verwaltungsrat kommuniziert habe, was die Wahrnehmung seiner Aufgaben behindert habe. Dies führte auch zum Rücktritt des Mitbegründers und Präsidenten von OpenAI, Greg Brockman.

Medienberichten zufolge hat vor allem die klare und negative Reaktion der Investoren von OpenAI zu den aktuellen Verhandlungen geführt. Insbesondere Microsoft, ein Hauptinvestor mit rund 13 Milliarden US-Dollar, soll Druck auf OpenAI ausgeübt haben.

Nach seiner Entlassung deutete Altman an, ein eigenes Unternehmen für künstliche Intelligenz gründen zu wollen, was auf großes Interesse von Tech-Investoren stieß.

OpenAI, bekannt für sein ChatGPT-Programm, wird von einem Verwaltungsrat geleitet, der bisher aus sechs Mitgliedern bestand. Neben Altman und dem nicht am Rauswurf beteiligten Brockman gehören dazu unter anderem Chefwissenschaftler Ilya Sutskever, Adam D’Angelo, CEO der Frageplattform Quora, sowie Tasha McCauley, Techunternehmerin, und Helen Toner, strategische Direktorin am Center for Security and Emerging Technology der Georgetown Universität.

Hinter den Kulissen der Entlassung Altmans soll eine Kontroverse zwischen ihm und dem Verwaltungsratsmitglied Ilya Sutskever stehen. Letzterer sah in der Kommerzialisierung von OpenAI, die von Altman betrieben wurde, ein Sicherheitsrisiko und war offenbar maßgeblich an der Entscheidung zur Absetzung beteiligt. Die aktuellen Verhandlungen könnten somit den Weg für eine neue Ära bei OpenAI ebnen.

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