Die US-Luftfahrtbehörde hat ein vorübergehendes Flugverbot für bestimmte Boeing 737 MAX 9 Flugzeuge angeordnet, nachdem Teile an einer Maschine der Alaska Airline abgerissen waren. Dieser Vorfall hat zu einer Anordnung geführt, wonach 171 Flugzeuge des betroffenen Typs von US-Airlines oder auf US-Gebiet betriebene Maschinen überprüft werden müssen.
Der Zwischenfall ereignete sich auf einem Flug von Portland im Bundesstaat Oregon zum Flughafen Ontario, bei dem sich in etwa 4.800 Metern Höhe Teile eines Fensters lösten. Passagiere berichteten von einem lauten Knall und plötzlichem Druckabfall, wodurch ein Jugendlicher leichte Verletzungen erlitt. Alaska Airlines reagierte prompt, indem sie alle 65 ihrer Boeing 737 MAX 9 Maschinen vorübergehend am Boden hielt und gründlichen Inspektionen unterzog.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete sofortige Inspektionen an, die etwa vier bis acht Stunden pro Maschine in Anspruch nehmen. Erst nach abgeschlossener Überprüfung dürfen die betroffenen Flugzeuge wieder in Betrieb gehen. United Airlines gab bekannt, dass 45 ihrer Boeing 737 MAX 9 vorübergehend aus dem Betrieb genommen wurden, wobei 33 Maschinen bereits inspiziert wurden.
Europäische Fluggesellschaften sind von dieser Anordnung weitgehend unberührt, da laut der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) keine Fluggesellschaften aus EU-Mitgliedstaaten derzeit Flugzeuge dieses Typs in der betroffenen Konfiguration betreiben. Die britische Flugsicherheitsbehörde fordert jedoch von Betreibern einer Boeing 737 MAX 9 die Einhaltung der FAA-Richtlinien, um in den britischen Luftraum einfliegen zu können.
Dieser Vorfall könnte für den Flugzeughersteller Boeing und Fluggesellschaften Alarmglocken läuten lassen. Die Unfallermittlungsbehörde NTSB hat bereits mit Untersuchungen begonnen. Es ist wichtig zu betonen, dass dies nicht der erste Vorfall im Zusammenhang mit der Boeing 737 MAX-Reihe ist, die bereits 2018 und 2019 aufgrund von katastrophalen Abstürzen in die Schlagzeilen geraten war. Nach umfangreichen Überarbeitungen und Wiederzulassungen bleibt die Sicherheit des Flugzeugtyps weiterhin im Fokus der Aufsichtsbehörden und der Flugbranche.
