Solidarität mit Correctiv: Einschüchterungsversuche durch die AfD

Die Redaktion von Correctiv sieht sich derzeit Einschüchterungsversuchen der AfD ausgesetzt, nachdem das Recherchenetzwerk brisante Informationen über ein geheimes Treffen zwischen Neonazis und hochrangigen Funktionär:innen der AfD veröffentlicht hat. Inhaltlich ging es dabei unter anderem um die diskutierte Deportation von Millionen Menschen aus Deutschland, was landesweit für Empörung sorgte.

Die AfD reagiert auf die Veröffentlichungen von Correctiv mit Diffamierungen und versucht, die Redaktion unter Druck zu setzen. In sozialen Medien ruft die Partei dazu auf, gegen die vermeintlichen „Schmutzwerfer und linke Extremisten, die unter dem Deckmantel des Journalismus ihre Propaganda verbreiten“, vorzugehen. Dabei werden sogar Bilder und Namen von Journalisten und Mitarbeitern von Correctiv veröffentlicht.

Diese Äußerungen der AfD werden von uns klar als einen Aufruf interpretiert, gegen die Journalist:innen vorzugehen. Dies stellt einen direkten Angriff auf die Pressefreiheit dar und ist nicht zu tolerieren. Der Versuch, Medienschaffende, die im Bereich Rechtsradikalismus recherchieren, einzuschüchtern, ist inakzeptabel und gefährlich.

Ein derartiger Aufruf mobilisiert nicht nur die rechtsradikale Anhängerschaft, sondern birgt auch die Gefahr von weiteren Bedrohungen gegenüber den betroffenen Journalist:innen und der gesamten Redaktion. Die AfD nimmt diese Gefahren billigend in Kauf, was charakteristisch für die Methoden dieser Partei ist.

Wir möchten an dieser Stelle unsere uneingeschränkte Solidarität mit der Redaktion von Correctiv zum Ausdruck bringen. Ein Angriff auf die Pressefreiheit und auf Journalist:innen, die ihre Arbeit gewissenhaft und kritisch verrichten, ist letztendlich ein Angriff auf uns alle. Es ist wichtig, gemeinsam gegen Einschüchterungsversuche vorzugehen und die Freiheit der Presse zu schützen.

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