In der Maischberger-Sendung vom 23. Januar geriet der Chef der rechtsextremen AfD, Tino Chrupalla, in die Kritik. Die Süddeutsche Zeitung formulierte es treffend: Chrupalla kam ins Schwimmen, verstrickte sich in Widersprüche und versuchte erfolglos, die Deportationspläne der AfD zu relativieren. Die Schlagzeile auf Volksverpetzer.de spielt humorvoll auf die Situation an: „So genial lässt Maischberger AfD-Chef Chrupalla auflaufen! Aber das werden AfD-Wähler nie mitkriegen.“
Die Berichterstattung auf Volksverpetzer.de bezieht sich auf die Schwierigkeiten, die AfD-Anhänger möglicherweise haben könnten, die Kritik an Chrupalla mitzubekommen, da sie tendenziell auf Propagandakanälen der AfD konsumieren. Der Artikel hebt hervor, dass die Einladung von rechtsextremen Akteuren in Talkshows nachweislich dazu führen kann, dass ihre Ansichten mehr Zustimmung in der Bevölkerung erhalten.
Die Autorin oder der Autor betont, dass die Einladung von Rechtsextremisten in Talkshows kontraproduktiv ist. Selbst wenn Journalisten erfolgreich Gegenargumente vorbringen und Widersprüche aufdecken, wird laut einer zitierten Studie nichts gewonnen. Die rechtsextremen Ansichten könnten durch solche Auftritte sogar an Zustimmung gewinnen.
Der Artikel kritisiert auch die Praxis, Rechtsextremisten einzuladen, um sie zu „entlarven“. Es wird argumentiert, dass diese Herangehensweise in der Realität oft scheitert und dass die AfD von solchen Einladungen profitiert, indem sie die Plattform für ihre Relativierungen und Opferinszenierungen nutzt.
Die Kritik richtet sich nicht nur an den AfD-Chef, sondern auch an die Medien, insbesondere an Journalistinnen wie Sandra Maischberger. Die Autorin oder der Autor fordert ein Umdenken in der deutschen Medienschaffenden, um der Desinformation und dem Aufstieg des Faschismus entgegenzuwirken. Dabei wird auf ein kommendes Buch mit dem Titel „Werbung für die Wahrheit“ hingewiesen, das Lösungsansätze für dieses Problem bieten soll.
Der Artikel schließt mit einem Appell, die Einladung von AfD-Politikern in Talkshows zu beenden und die Gefahr der Verbreitung von rechtsextremen Ansichten durch solche Plattformen zu erkennen.
Das Artikelbild verweist auf Screenshots der Maischberger-Sendung auf der offiziellen ARD-Website.
