In der Schweiz hat die Polizei ein Treffen von Rechtsextremisten aufgelöst und den bekannten Redner Martin Sellner vorübergehend festgenommen.
Das Treffen, das nahe der Grenze zu Deutschland stattfand, wurde von den Organisatoren trotz Aufforderung der Polizei nicht beendet. Martin Sellner, ein führender Kopf der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ im deutschsprachigen Raum, wurde während des Treffens vorübergehend festgehalten und aus dem Kanton verwiesen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und Konfrontationen zu verhindern.
Sellner wurde von der örtlichen Gruppierung „Junge Tat“ eingeladen, um über „Remigration“ zu sprechen. Kurz nach Beginn seiner Rede wurde der Strom abgestellt und Sellner auf eine Polizeiwache gebracht, bevor er nach Zürich eskortiert wurde.
Die Polizei war durch Hinweise auf das Treffen aufmerksam geworden und traf etwa 100 Personen am Veranstaltungsort in Tegerfelden an. Die Vermieterin hatte den Vertrag mit den Veranstaltern gekündigt, nachdem sie vom Thema des Treffens erfahren hatte.
Martin Sellner war Berichten zufolge auch Redner bei einem Geheimtreffen von AfD-Mitgliedern und Rechtsextremen in Potsdam im November 2023, bei dem über Massenvertreibungen aus Deutschland gesprochen worden sein soll. Diese Berichte lösten landesweite Großdemonstrationen gegen Rechtsextremismus aus, an denen hunderttausende Menschen teilnahmen.
