Bayern beschließt Verbot von Gendersprache

Das bayerische Kabinett hat nach einer Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder ein Verbot von Gendergap, -stern und ähnlichen Sonderzeichen beschlossen. Dieses Verbot gilt für die Verwaltung, Schulen und Hochschulen und soll die Sprache klar und verständlich halten, so Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU).

Die Änderung der Allgemeinen Geschäftsordnung des Freistaats Bayern (AGO) soll sicherstellen, dass offizielle Schreiben, Internetseiten von Behörden und Schulen, Elternbriefe, Schulbücher, Internetseiten und Jahresberichte keine Gendersprache verwenden. Bei Verstößen drohen Beamten Konsequenzen, betonte Herrmann.

Das bayerische Kultusministerium setzt zunächst auf Dialog bei möglichen Verstößen gegen das Verbot. Erst bei bewussten und wiederholten Verstößen würden Maßnahmen ergriffen. Für die Hochschulen ist eine Änderung des Hochschulinnovationsgesetzes geplant, um sicherzustellen, dass Studenten keine Nachteile erfahren, wenn sie auf Gendersprache verzichten.

Die Entscheidung stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Während die AfD die Entscheidung begrüßt und von einer Bestätigung ihrer Forderungen spricht, kritisiert die SPD die Beschränkung der Sprachfreiheit. Auch die Arbeiterwohlfahrt in Bayern äußerte Bedenken gegen das Verbot und betonte die Bedeutung einer vielfaltssensiblen Sprache.

Die Änderung der AGO tritt am 1. April in Kraft. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entscheidung auf die Sprachpraxis in Bayern auswirken wird und ob weitere Debatten über die Rolle von Gendersprache in der Gesellschaft folgen werden.

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