Microsoft hat angekündigt, eine „KI-Qualifizierungsoffensive“ in Deutschland zu starten, noch bevor der Bau seiner geplanten Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen beginnt. Das Unternehmen investiert Milliarden in den Aufbau neuer Rechenzentren und in die Erweiterung bestehender Standorte, darunter Frankfurt am Main.
Die geplante Offensive zielt darauf ab, die Anwohner der Gemeinden Bedburg, Bergheim und Elsdorf sowie deutschlandweit über Künstliche Intelligenz zu informieren und zu schulen. Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist die Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und Unternehmen.
Im Rahmen der Initiative will Microsoft bis Ende 2025 etwa 100.000 junge Menschen in Nordrhein-Westfalen erreichen. Ein „KI-Mobil“ wird zu Schulen und Ausbildungsstätten fahren, um den Dialog über KI zu fördern. Die „Datacenter Academy“ soll Partnerschaften zwischen Industrie und Bildungseinrichtungen aufbauen und Trainingspläne, Stipendien, Simulationslabore, Mentoring und Praktika anbieten.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von Frauen und queeren Menschen in der IT durch lokale Programme wie „SkillHer“. Zusätzlich sind Veranstaltungen wie „Herausforderungen für die Verwaltungen“ und virtuelle Job-Messen geplant.
Microsoft plant langfristig, deutschlandweit die Ausbildung im Bereich KI zu unterstützen und insgesamt 1,2 Millionen Menschen mit seinen Angeboten zu erreichen.
Der Bau der Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen soll noch in diesem Jahr beginnen und wird voraussichtlich Hunderte neue Arbeitsplätze schaffen. Microsoft betont jedoch, dass der Umfang dieser Arbeitsplätze nicht mit denen in Halbleiterwerken vergleichbar ist.
