Die eGK-Tastatur mit Verfallsdatum: Elektroschrott im Gesundheitswesen

Ein Thema, das vielleicht nicht jedem bewusst ist, betrifft den Einsatz von speziellen Tastaturen im medizinischen Bereich, insbesondere in Arztpraxen und bei Therapeuten. Diese Tastaturen, die von der gematik zertifiziert sind, verfügen über einen Kartenleser, um die Gesundheitskarte (eGK) der Versicherten einzulesen. Doch hier liegt ein Problem: Diese „eHealth-Tastaturen“ haben ein Ablaufdatum. Sobald dieses erreicht ist, läuft das interne Zertifikat ab, und die Tastatur wird unbrauchbar.

Mir war dieses Thema nicht wirklich bewusst, bis ich darauf gestoßen bin. Natürlich müssen Komponenten wie Kartenleser für die eGK und den Heilberufe-Ausweis entsprechend gesichert sein, um Manipulationen zu verhindern. Ich habe daher etwas recherchiert, um mehr über dieses Thema zu erfahren.

Ein Beispiel für eine solche eGK-Tastatur ist die CHERRY G87-1505. Diese Tastatur verfügt über ein integriertes Kartenterminal zum Einlesen der Gesundheitskarte (eGK) gesetzlich Versicherter und wird als zuverlässige, platz- und kostensparende Lösung für Arbeitsplätze im Gesundheitswesen beworben. Das Terminal bietet umfangreichen Manipulationsschutz, der durch eine BSI-Zertifizierung bestätigt ist. Zudem ermöglicht die CHERRY-Software „eHealth USB-LAN Proxy“ eine einfache Installation ohne aufwendige Verkabelung im Netzwerk.

Allerdings gibt es einen Haken: Die Tastatur hat ein Verfallsdatum. Das bedeutet, dass nach Ablauf dieses Datums das interne Zertifikat ungültig wird und die Tastatur nicht mehr funktioniert. Dieses Problem betrifft nicht nur die CHERRY G87-1505, sondern auch andere Modelle wie die G87-1504. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, wie nachhaltig und ökonomisch sinnvoll solche Lösungen im Gesundheitswesen wirklich sind.

Es gibt Berichte über Kunden, die mit abgelaufenen Zertifikaten konfrontiert sind und nun vor der Wahl stehen, die betroffene Tastatur komplett auszutauschen oder hohe Kosten für die Aktualisierung des Zertifikats zu tragen. Dies führt zu Frustration und wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Umgang mit technischen Lösungen im Gesundheitswesen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob alternative Lösungen gefunden werden können, die weniger anfällig für solche Probleme sind. Bis dahin sollten Anbieter und Kunden gleichermaßen die potenziellen Risiken und Kosten solcher Systeme im Blick behalten.

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