Entführungspläne gescheitert: Neue Anklage gegen 61-Jährigen aus Hessen

Ein weiterer Twist in der schier unendlichen Geschichte um Entführungspläne gegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: Ein 61-jähriger Mann aus Hessen wurde nun wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens angeklagt. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wirft ihm vor, an den Plänen zur Entführung von Lauterbach beteiligt gewesen zu sein.

Der Mann aus dem Kreis Bergstraße soll laut Anklage maßgeblich an der Ausarbeitung der Entführungspläne mitgewirkt haben. Doch bevor die Pläne in die Tat umgesetzt werden konnten, wurde ein Rädelsführer der Gruppe festgenommen, der unter anderem Waffen in der Garage des Angeklagten lagern wollte. Doch damit nicht genug: Der 61-Jährige plante anscheinend sogar eine Reise nach Russland, um dort mit staatlichen Stellen über einen „Schulterschluss“ zu verhandeln.

Inzwischen sitzt der Beschuldigte seit Oktober letzten Jahres in Untersuchungshaft. Die Anklage liegt nun beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main, das über ihre Zulassung entscheiden muss. Damit reiht sich der Fall ein in eine Serie von Verfahren gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der „Vereinten Patrioten“, die bürgerkriegsähnliche Zustände in Deutschland herbeiführen wollten.

Der Plan, Lauterbach zu entführen und die Bundesregierung zu stürzen, scheint jedoch kläglich gescheitert zu sein. Die Beteiligten wurden festgenommen, weitere Anklagen erhoben, und das Oberlandesgericht Koblenz steht vor einem weiteren Verfahren gegen zwei Unterstützer der Gruppe. Trotz der ernsten Anschuldigungen lässt sich nicht leugnen: Es ist schon einiges los in der Welt der Entführungspläne und politischen Machenschaften.

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