Britisches Verteidigungsministerium im Visier chinesischer Hacker

Das britische Verteidigungsministerium wurde Ziel eines Cyberangriffs. Medienberichten zufolge gelang es den Hackern, auf sensible Daten von Militärangehörigen zuzugreifen. China wird als mutmaßlicher Drahtzieher hinter dem Angriff vermutet.

Bei dem Angriff auf das britische Verteidigungsministerium wurde ein Gehaltsabrechnungssystem angegriffen, in dem sensible Informationen von aktiven Militärangehörigen und einigen Veteranen gespeichert sind. Betroffen sind etwa 270.000 Personen. Namen, Bankdaten und in einigen Fällen auch Privatadressen wurden möglicherweise kompromittiert.

Das Ministerium für Arbeit gab bekannt, dass die betroffene Datenbank, die von einem externen Auftragnehmer verwaltet wird, umgehend vom Netz genommen wurde. Weitere Informationen über den Angriff sollen in Kürze folgen.

China wird von der Regierung als mutmaßlicher Drahtzieher hinter dem Angriff vermutet, was sich mit früheren Vorwürfen gegen das Land im Zusammenhang mit Cyberangriffen deckt. Eine offizielle Erklärung von Verteidigungsminister Grant Shapps wird im Laufe des Tages erwartet, in der jedoch möglicherweise noch kein konkreter Verantwortlicher genannt wird.

Der konservative Abgeordnete und Verteidigungsexperte Tobias Ellwood äußerte die Vermutung, dass China möglicherweise finanziell schwache Briten ins Visier nehmen könnte, um sie zur Zusammenarbeit zu bewegen.

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