Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat Anklage gegen fünf Mitglieder der Klimaaktivistengruppe „Letzte Generation“ erhoben. Die Vorwürfe umfassen die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie mehrere konkrete Straftaten, die von April 2022 bis Mai 2023 begangen wurden.
Kartoffelbrei und Monet: Kunst im Kreuzfeuer
Eines der bekanntesten Vergehen der Gruppe war der Angriff auf ein Monet-Gemälde im Barberini-Museum in Potsdam. Die Aktivisten beschmierten das Kunstwerk mit Kartoffelbrei, was zwar für Aufsehen sorgte, aber auch ernsthafte Fragen zur Methodik und Ethik solcher Protestaktionen aufwarf. Man kann nur hoffen, dass das Kunstwerk keine dauerhaften Schäden davontrug – und dass Monet im Grab nicht die Augen verdreht hat.
Kleben statt Fliegen: Protest am Flughafen BER
Ein weiteres spektakuläres Ereignis war die Aktion am Berliner Flughafen BER. Die Aktivisten klebten sich auf der Start- und Landebahn fest, was nicht nur den Flugverkehr erheblich störte, sondern auch zu erhöhtem Sicherheitsaufwand führte. Man könnte meinen, sie hätten versucht, Ryanair eine Pause zu gönnen – allerdings ist der tatsächliche Grund wohl eher die Aufmerksamkeit für den Klimaschutz.
Pipeline-Panik in Schwedt
Nicht zuletzt steht auch die Manipulation einer Pipeline der Ölraffinerie PCK in Schwedt im Raum. Hier wurde die Infrastruktur der Energieversorgung direkt angegriffen, was ebenfalls zu erheblichen Sicherheitsbedenken führte. Man fragt sich, ob die Aktivisten bei ihrem Angriff vielleicht auch die Öltanks mit veganer Butter einfetten wollten.
Durchsuchungen und Ermittlungen
Im Zuge der Ermittlungen wurden im Dezember 2022 mehrere Durchsuchungen in verschiedenen Bundesländern durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Beschuldigten sich als Teilgruppe der „Letzten Generation“ organisiert haben, die gezielt Straftaten von erheblichem Gewicht plant und ausführt. Dies unterscheidet sie von der breiteren Bewegung, die friedliche Klimaschutzaktionen bevorzugt.
Ein Jahr Ermittlungen und weitere Verfahren
Parallel dazu ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München seit über einem Jahr gegen weitere Mitglieder der „Letzten Generation“. Auch in Flensburg laufen ähnliche Ermittlungsverfahren. Es scheint, als hätten die Aktivisten eine Art bundesweite Tournee hingelegt, allerdings mit weniger Musik und mehr Handfesseln.
Fazit: Klimaschutz oder Kriminalität?
Die Anklage gegen die Aktivisten der „Letzten Generation“ wirft ein Schlaglicht auf die radikalen Methoden einiger Klimaschutzgruppen. Während das Ziel – der Schutz unseres Planeten – unumstritten ist, bleibt die Frage, wie weit man gehen darf, um dieses Ziel zu erreichen. Die Gesellschaft muss abwägen, ob solche Aktionen als notwendiges Mittel des Protests oder als kriminelle Handlungen zu verurteilen sind.
Ob die Angeklagten letztlich als Klimakrieger oder Kriminelle gesehen werden, wird das Gericht entscheiden. Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass die zukünftigen Proteste der „Letzten Generation“ vielleicht etwas weniger zerstörerisch, aber genauso wirkungsvoll sind. Denn seien wir ehrlich: Kartoffelbrei gehört auf den Teller, nicht auf die Leinwand.
