Es ist eine Wendung, die kaum jemand erwartet hätte: Der frühere US-Präsident Donald Trump, der einst TikTok aus den USA verbannen wollte, hat nun seinen eigenen Kanal auf der Kurzvideoplattform eröffnet. Manchmal ist die Realität eben doch bizarrer als jede Satire.
TikTok – Das neue Spielfeld für Trump
Donald Trump hat am Samstagabend sein erstes TikTok-Video gepostet. Dieses zeigt ihn am Rande einer Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) in Newark. Überraschenderweise konnte er innerhalb weniger Stunden fast 800.000 Follower gewinnen. Ein beeindruckender Start für jemanden, der ursprünglich alles daransetzen wollte, die App aus dem Land zu verbannen.
Vom Rauswurf zur Rückkehr
Nach dem Sturm auf das Kapitol war Trump von großen Plattformen wie Twitter (heute X), Facebook und Instagram verbannt worden. Obwohl diese Sperren später aufgehoben wurden, hat er sich hauptsächlich auf sein eigenes Netzwerk „Truth Social“ konzentriert. Nur gelegentlich hat er Ausnahmen gemacht, wie zum Beispiel ein Interview mit Tucker Carlson, das auf X veröffentlicht wurde.
Eine neue Strategie?
Die Entscheidung, nun auf TikTok aktiv zu werden, deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin. Während seiner Amtszeit versuchte Trump noch, TikTok zu verbieten, und stand damit in direktem Widerspruch zu seiner aktuellen Nutzung der Plattform. Heute spricht er sich gegen eine Regulierung der App aus und erklärte Anfang März auf „Truth Social“, dass er nicht möchte, dass Facebook von einer möglichen Regulierung profitiert.
Politisches Kalkül oder Social-Media-Geschick?
Ende April verabschiedeten sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus ein Gesetz, das den TikTok-Eigner ByteDance dazu zwingen soll, die App zu verkaufen, andernfalls droht ein Verbot in den Download-Stores. TikTok hat bereits angekündigt, dagegen juristisch vorzugehen. Die Einrichtung eines eigenen TikTok-Kanals durch Trump könnte als weiterer Schachzug gewertet werden, sich gegen diese Pläne zu wehren – auch wenn sie innerhalb seiner eigenen Partei populär sind.
Trump vs. Biden – auch auf TikTok
Interessanterweise ist Trump nicht der erste hochrangige Politiker auf TikTok. Sein Rivale im Rennen um das Weiße Haus, US-Präsident Joe Biden, hat bereits einen TikTok-Kanal, den er zusammen mit Vizepräsidentin Kamala Harris nutzt. Ob Trump nun auf der Plattform erfolgreicher wird als Biden, bleibt abzuwarten.
Fazit: Eine unerwartete Wendung
Donald Trumps Schritt zu TikTok zeigt, dass in der Welt der sozialen Medien alles möglich ist. Vom erbitterten Gegner zum neuen Star der Plattform – Trump beweist einmal mehr, dass er immer für eine Überraschung gut ist. Bleibt nur abzuwarten, welche Videos er als nächstes posten wird. Vielleicht ein TikTok-Tanz? Wer weiß, in der Welt von Donald Trump scheint nichts unmöglich.
