Die Passagiere eines Flixbusses auf dem Weg von Berlin nach Paris hatten eine unerwartete Unterbrechung ihrer Reise, als ihr Bus auf einem Rastplatz in Potsdam gestoppt wurde. Der Grund? Beide Fahrer waren betrunken, was die Fahrt abrupt beendete.
Bereits kurz nach der Abfahrt vom Berliner ZOB bemerkten die Passagiere, dass etwas nicht stimmte. Einer der Fahrer wirkte abgelenkt, kramte ununterbrochen in seiner Tasche und behielt die Straße kaum im Blick. Eine Zeugin berichtete gegenüber der „Bild“, dass der Bus „zickzack über die Autobahn“ fuhr. Die Situation war besonders beunruhigend, da sich auch eine Schulklasse aus Frankreich im Bus befand.
Auf Drängen der besorgten Fahrgäste steuerte der Fahrer schließlich den Rastplatz „Am Stern“ in Potsdam an, wo die alarmierte Polizei bereits wartete. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte, dass der Verdacht der Fahrgäste richtig war. Der Promillewert des 50-jährigen Fahrers lag bei 1,24, während der 54-jährige Ersatzfahrer, der im Kofferraum des Busses geschlafen hatte, mit 1,09 Promille ebenfalls deutlich über der erlaubten Grenze lag.
Flixbus reagierte umgehend und sperrte beide Fahrer. „Sie werden nicht mehr für Flix fahren“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Die Fahrer waren über ein Subunternehmen angestellt, das ebenfalls Maßnahmen ergriff und die beiden entließ.
Dieser Vorfall ist nicht der erste Zwischenfall mit einem Flixbus in diesem Jahr. Ende März kam es auf einer Autobahn bei Leipzig zu einem schweren Unfall, als ein Flixbus von der Fahrbahn abkam und auf die Seite stürzte.
Insgesamt zeigt dieser Vorfall, dass nicht nur die Straßenverhältnisse eine Gefahr darstellen können, sondern auch die Personen hinter dem Steuer. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle selten bleiben und die Sicherheit der Passagiere stets an erster Stelle steht.
