Die Umweltminister der EU haben es geschafft: Das Renaturierungsgesetz ist durch! Mehr Bäume, natürliche Moore und Flüsse sollen zurück in die EU-Landschaften. Doch nicht alle sind begeistert.
Österreichs überraschender Schwenk
Die Entscheidung kam überraschend: Österreichs Umweltministerin Leonore Gewessler von den Grünen brachte das Zünglein an der Waage. Trotz der Opposition aus den eigenen Reihen stimmte sie für das Gesetz. Kanzler Nehammer tobte, sprach von rechtswidrigem Vorgehen und drohte mit Klage beim EuGH. Gewessler blieb gelassen und betonte die rechtliche Absicherung ihrer Entscheidung.
Kritik von Landwirten und Konservativen
Nicht alle sind mit dem neuen Gesetz glücklich. Besonders Landwirte und konservative Politiker sehen ihre Interessen gefährdet. Sie befürchten, dass die Renaturierung zu Einschnitten in die Landwirtschaft führt und die Lebensmittelproduktion beeinträchtigt.
Die abgeschwächte Version
Um die Bedenken der Kritiker zu besänftigen, wurde das Gesetz während der Verhandlungen deutlich entschärft. Dennoch stimmten die meisten EU-Länder für die Annahme des Gesetzes, das bis 2030 mindestens 20 Prozent der geschädigten Flächen wiederherstellen und bis 2050 alle bedrohten Ökosysteme schützen soll.
Ausblick und Reaktionen
Umweltschützer und Wissenschaftler jubeln über den Beschluss, während sich Bauernverbände und Christdemokraten skeptisch zeigen. Die Zukunft des Renaturierungsgesetzes wird nun davon abhängen, ob rechtliche Anfechtungen wie angekündigt aufkommen werden.
Der Green Deal nimmt Fahrt auf, doch der Weg zur grünen Revolution in Europa bleibt holprig. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Renaturierung wirklich Früchte trägt oder nur weitere Streitigkeiten in der EU-Landschaft sät.
