Spannende Wendungen im Fall des AfD-Politikers
Der AfD-Politiker Petr Bystron steht erneut im Fokus der Ermittler. Dieses Mal wurde sein Haus in Prag, Tschechien, durchsucht. Der Vorwurf: Geldwäsche und Bestechlichkeit. Kurz bevor die Ermittlungen wegen Bystrons Wechsel ins EU-Parlament pausieren müssen, kam es zu dieser spektakulären Durchsuchung.
Hausdurchsuchung in Prag
Laut Informationen von ARD-Korrespondent Danko Handrick soll das Haus des AfD-Politikers Petr Bystron in der tschechischen Hauptstadt Prag durchsucht worden sein. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte weitere Durchsuchungen im Zuge eines Verfahrens wegen Geldwäsche und Bestechlichkeit. Ziel der Aktion war es, weitere Beweismittel sicherzustellen. Betroffen waren sowohl Bystrons Wohnsitz als auch die Wohnungen von Zeugen.
Hintergrund der Ermittlungen
Bereits im Mai und Mitte Juni waren Privaträume Bystrons in Berlin, auf Mallorca und in München sowie Räumlichkeiten im Bundestag durchsucht worden. Dabei wurden Kontounterlagen aus Liechtenstein und Tschechien beschlagnahmt. Besonders brisant ist der Verdacht, dass Bystron im Zusammenhang mit dem prorussischen Portal Voice of Europe Geld erhalten haben soll, um im Bundestag im Sinne Russlands zu agieren. Die Herkunft der fünfstelligen Summe soll dabei verschleiert worden sein.
Ein Netzwerk des russischen Einflusses?
Der tschechische Inlandsgeheimdienst BIS ermittelt zu einem mutmaßlichen russischen Einflussnetzwerk, das zu rechtspopulistischen Politikern in vielen EU-Ländern führen soll. Bystron soll dabei eine Schlüsselrolle gespielt haben. Dieser bestreitet jedoch sämtliche Vorwürfe und bezeichnet das Verfahren als politisch motiviert.
Ein Polit-Krimi mit ungewissem Ausgang
Mit Blick auf die erneuten Durchsuchungen sagte Bystron: „Bei mittlerweile zwölf Hausdurchsuchungen in Deutschland wurde nichts Belastendes gefunden, weil die Vorwürfe keine Grundlage haben. Das wird nach den weiteren Durchsuchungen auch so bleiben.“ Solange das Verfahren nicht abgeschlossen ist, gilt für ihn die Unschuldsvermutung.
Immunität im Europaparlament
Eine neue Wendung bringt Bystrons Wechsel ins Europäische Parlament. Mit seinem neuen Mandat genießt er wieder Immunität. Weiter ermittelt werden darf erst, wenn das Europaparlament die Immunität aufhebt. Ob dies geschieht, bleibt abzuwarten. Die Ermittler müssen sich also zunächst in Geduld üben.
Fazit
Die jüngsten Entwicklungen im Fall Bystron werfen erneut ein Schlaglicht auf die komplexen Verflechtungen und den langen Arm der Justiz. Ob es den Ermittlern gelingt, ausreichende Beweise zu sammeln, um die Vorwürfe zu bestätigen, wird sich zeigen. Der Polit-Krimi um Petr Bystron ist jedenfalls noch lange nicht beendet.
