Omas gegen Rechts: AfD verliert Spendenkonto

Die Initiative „Omas gegen Rechts“ hat mit einer Online-Petition und über 33.000 Unterschriften einen bemerkenswerten Erfolg erzielt: Das Spendenkonto der AfD bei der Berliner Volksbank wird gekündigt. Die AfD muss sich nun nach einer neuen Bank umsehen.

Ein großer Erfolg für die Zivilgesellschaft

Die Initiative „Omas gegen Rechts“ setzt sich aktiv gegen rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft ein. Ihr jüngster Erfolg: Die Kündigung des Spendenkontos der AfD bei der Berliner Volksbank. Mehr als 33.000 Menschen haben die Online-Petition der Initiative unterzeichnet und damit ein klares Zeichen gesetzt.

Das Treffen mit der Berliner Volksbank

Die Übergabe der Petition fand bei einem Treffen mit dem Chef der Berliner Volksbank statt. Die Bank bestätigte das Treffen und die Übergabe der Petition, verweigerte aber aufgrund des Bankgeheimnisses weitere Auskünfte. Eine ausdrückliche Dementierung der Konto-Kündigung gab es jedoch nicht.

Reaktionen der AfD

Die AfD hat sich bisher nicht offiziell zu der Konto-Kündigung geäußert. Auf der Website der Partei sind keine Informationen zum bisherigen Volksbank-Konto mehr zu finden. Stattdessen bietet die AfD alternative Spendenmöglichkeiten über PayPal, Lastschrift und einen „Plakatspendenshop“ an.

Übergangsfrist für Spenden

Laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa gibt es eine Übergangsfrist, in der das Konto noch genutzt werden kann. Somit sind Überweisungen vorerst weiterhin möglich.

Kein Einzelfall

Die Kündigung von Konten der AfD durch Banken ist nicht neu. Bereits 2021 hatte die Volksbank-Raiffeisenbank Dachau dem AfD-Ortsverband das Konto gekündigt. Damals begründete die Bank ihre Entscheidung mit der Unvereinbarkeit der AfD-Positionen mit den genossenschaftlichen Werten.

Ein Blick in die Vergangenheit

AfD-Chef Tino Chrupalla berichtete im September letzten Jahres in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“, dass ihm die Postbank sein Konto gekündigt habe, weil er AfD-Mitglied sei. Diese Aussage wurde jedoch nicht bestätigt. Ein Sprecher der Postbank erklärte lediglich, dass beide Parteien das Recht hätten, eine Kontoverbindung ohne Angabe von Gründen zu beenden.

Fazit

Die Aktion der „Omas gegen Rechts“ zeigt, wie zivilgesellschaftliches Engagement und öffentliche Meinung Einfluss auf politische Prozesse und Entscheidungen nehmen können. Die Kündigung des AfD-Spendenkontos bei der Berliner Volksbank ist ein bedeutender Schritt und ein Erfolg für die Initiative. Die AfD muss nun alternative Wege finden, um ihre Spenden zu sammeln und ihre finanzielle Basis zu sichern.

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