Elon Musk hat einer jüdischen US-Organisation, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus widmet, vorgeworfen, für einen Großteil der weggebrochenen Werbeeinnahmen des Kurznachrichtendiensts Twitter verantwortlich zu sein. Die Anti-Defamation League (ADL) habe seit der Twitter-Übernahme versucht, die Plattform „zu töten“, so der US-Milliardär. Er behauptet, die Organisation sei dafür verantwortlich, dass Werbekunden weniger Anzeigen schalten.
Mit diesen Aussagen hat Musk auch eingestanden, dass die Werbeeinnahmen von Twitter weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor der Übernahme durch ihn liegen und um 60 Prozent gesunken sind. Während allgemein angenommen wird, dass die Probleme auf der Plattform und Musks Angriffe auf Medien und seine Präferenz für rechte Accounts dafür verantwortlich sind, sieht er die Hauptverantwortung bei der ADL. Er droht sogar rechtliche Schritte gegen die Organisation an.
Die ADL hat auf diese Klagedrohungen nicht direkt reagiert und betont, dass solche Bemühungen sie nicht abschrecken werden. Sie werden weiterhin gegen Hass in all seinen Formen vorgehen.
Seit Musks Übernahme hat sich die Art der Konversation auf Twitter verändert, und rechtsextreme Accounts wurden aktiver, während die Meinungsvielfalt abzunehmen scheint. Musk hat sich auch durch kontroverse Äußerungen, darunter solche zum jüdischen US-Investor George Soros, in die Kritik gebracht.
Es bleibt abzuwarten, wie diese Kontroverse zwischen Musk und der ADL weitergeht und welche Auswirkungen sie auf Twitter haben wird.
