Die Sommermonate von Juni bis August 2023 werden als die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte eingehen. Die Hitzewellen, die nicht nur Europa, sondern auch die USA und China ergriffen haben, haben alarmierende Daten und Fakten ans Licht gebracht. Laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus werden wir in Zukunft noch häufiger von Extremwetterereignissen heimgesucht werden.
Die Durchschnittstemperatur in diesem Zeitraum lag bei 16,77 Grad, was 0,66 Grad über dem Durchschnitt liegt. Damit hat der Sommer 2023 den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2019 mit 16,48 Grad übertroffen. Diese kontinuierliche Zunahme der Temperaturen zeigt, dass der Klimawandel keine Abstraktion mehr ist, sondern eine beängstigende Realität.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass es in den letzten Monaten rekordverdächtig hohe Anomalien der Meeresoberflächentemperatur im Nordatlantik und im globalen Ozean gab. Das Jahr 2023 ist bis einschließlich August das zweitwärmste in den Aufzeichnungen nach 2016, als ein starkes El Niño-Ereignis die Temperaturen ansteigen ließ.
Das Klimaphänomen El Niño baut sich derzeit erneut auf, was Klimaexperten mit Sorge auf die kommende Zeit blicken lässt. UN-Generalsekretär António Guterres betont, dass das Klima schneller kollabiert, als wir auf extreme Wetterereignisse reagieren können. Er appelliert an die Staats- und Regierungschefs, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.
Laut Copernicus-Vizedirektorin Samantha Burgess werden wir in Zukunft immer mehr Klimarekorde und häufigere extreme Wetterereignisse sehen, die ernsthafte Auswirkungen auf die Gesellschaft und Ökosysteme haben werden. Die wissenschaftlichen Beweise für die Verbindung zwischen dem Klimawandel und dieser unerbittlichen Hitze sind überwältigend.
Der August 2023 war der wärmste Monat, der jemals gemessen wurde, mit einer Durchschnittstemperatur von 16,82 Grad über Land. Das ist 0,71 Grad höher als der Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2000 und etwa 1,5 Grad höher als im vorindustriellen Zeitalter von 1850 bis 1900. Es ist ein beunruhigender Beweis für die fortschreitende Erderwärmung.
Die außergewöhnliche Hitze hat nicht nur Auswirkungen auf die Temperatur, sondern auch auf die Luftqualität. Waldbrände und aufgewirbelter Wüstenstaub haben die Luftqualität stark beeinträchtigt. Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt, dass dieser Aspekt oft vernachlässigt wird. Die schlechte Luftqualität ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern schadet auch Pflanzen, Ökosystemen und Ernten. Sie trägt auch zu Kohlenstoffemissionen und somit zu mehr Treibhausgasen in der Atmosphäre bei.
Es wird immer offensichtlicher, dass Klimaschutz und die Verbesserung der Luftqualität Hand in Hand gehen. Städte benötigen mehr Grünflächen, um die Temperatur zu senken, Treibhausgase aufzunehmen und die Luftqualität zu verbessern. Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht länger eine ferne Bedrohung, sondern eine Realität, die dringendes Handeln erfordert.
