Im vergangenen Jahr wurden Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten vermehrt Opfer von Angriffen und verbalen Attacken. Dies geht aus einer Umfrage des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) hervor, die in allen Bundesländern durchgeführt wurde.
Laut dem Bericht des RND stieg die Zahl der Attacken auf Einsatzkräfte im Jahr 2022 in allen Bundesländern an. Die Betroffenen umfassen Polizeibeamtinnen und -beamte, Feuerwehrleute sowie andere Rettungskräfte. Insgesamt waren etwa 76.000 Polizisten, 1.000 Feuerwehrleute und 2.100 andere Rettungskräfte betroffen. Die Übergriffe reichen von körperlichen Angriffen bis hin zu verbalen Attacken wie Beleidigungen.
Im deutschlandweiten Vergleich wurde Nordrhein-Westfalen als das Bundesland mit den meisten Übergriffen identifiziert, wobei vor allem Polizistinnen und Polizisten betroffen waren, gefolgt von Feuerwehrleuten und anderen Einsatzkräften. In Bayern verzeichnete man die zweithöchste Zahl von Attacken, gefolgt von Berlin.
Die niedrigste Quote wurde in Sachsen gemeldet, wobei hier nur Übergriffe auf Mitglieder der Polizei und Feuerwehr erfasst wurden. Attacken auf andere Rettungskräfte waren in dieser Statistik nicht enthalten.
Es ist zu beachten, dass die Anzahl der betroffenen Einsatzkräfte nicht gleichbedeutend mit der Anzahl der begangenen Übergriffe ist, da einige Fälle mehrere Opfer betreffen können.
Für das laufende Jahr liegen bisher kaum Zahlen vor, außer in Rheinland-Pfalz, wo die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Die genauen Ursachen für diesen Anstieg und die Maßnahmen zur Prävention solcher Übergriffe werden sicherlich weiterhin Thema öffentlicher Diskussionen sein. Es bleibt zu hoffen, dass die Einsatzkräfte in Zukunft besser geschützt werden können.
