Elon Musk plant eine drastische Maßnahme, um gegen unerwünschte automatisierte Accounts, auch bekannt als „Bots“, auf der Plattform X (ehemals Twitter) vorzugehen. In einem Livestream auf der Plattform selbst kündigte er an, dass X bald für alle kostenpflichtig sein werde, um die „großen Armeen aus Bots“ zu vertreiben. Ein monatlicher Betrag zur Nutzung der Plattform soll diese unrentabel für Bots machen. Obwohl Musk keine genauen Preise nannte, sprach er von mehreren US-Dollar pro Monat.
Die Ankündigung erfolgte während eines Gesprächs mit Israels Premierminister Benjamin Netanyahu, das auf X übertragen wurde. Dieses Treffen kam auf Initiative von Elon Musk zustande. In dem Gespräch betonten beide Seiten ihre gegenseitige Wertschätzung. Netanyahu äußerte die Hoffnung, dass Musk im Rahmen der Meinungsfreiheit Möglichkeiten finden werde, um Antisemitismus auf der Plattform zu bekämpfen. Musk hatte kürzlich selbst Antisemitismusvorwürfe aufgrund von Drohungen gegen die jüdische Bürgerrechtsorganisation ADL und Äußerungen zu George Soros erhoben.
Die Idee, X kostenpflichtig zu machen, ist nicht neu und wurde bereits kurz nach Musks Übernahme von Twitter diskutiert. Musk hat ehrgeizige Pläne, aus dem Kurznachrichtendienst eine umfassende App für alles zu machen. Wenn X kostenpflichtig wird, würden alle aktiven Nutzer Zahlungsinformationen hinterlegen müssen. In dem Gespräch gab Musk auch an, dass X derzeit 550 Millionen monatliche Nutzer hat, die täglich 100 bis 200 Millionen Beiträge verfassen.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Angabe nicht direkt mit den Zahlen vergleichbar ist, die Twitter vor der Übernahme veröffentlichte. Vor der Übernahme wurde von einer „durchschnittlichen monetarisierbaren täglichen Nutzung“ von 229 Millionen gesprochen.
Die Einführung einer Paywall auf X könnte tiefgreifende Auswirkungen auf die Nutzung der Plattform haben und die Art und Weise, wie wir soziale Medien nutzen, grundlegend verändern. Wir werden die Entwicklungen in dieser Angelegenheit aufmerksam verfolgen und darüber berichten, sobald weitere Details verfügbar sind.
