In einem alarmierenden Vorfall wurde die Hotelkette „Motel One“ Ziel eines Hackerangriffs, bei dem Millionen von Hotelgastdaten erbeutet und im Darknet veröffentlicht wurden. Die gestohlenen Informationen umfassen Namen, Adressen, Reisedaten und in einigen Fällen sogar Kreditkartendaten der Gäste. Der Angriff wurde von der Hackergruppe ALPHV durchgeführt, die mutmaßlich Geld erpressen wollte.
Das Unternehmen hatte den Vorfall bereits Ende September gemeldet, obwohl es bereits drei Wochen zuvor von dem Angriff erfahren hatte. „Motel One“ hat Strafanzeige erstattet, die Datenschutzbehörden informiert und betroffene Kreditkarteninhaber benachrichtigt. Obwohl das Unternehmen betont, dass es umfassende Sicherheitsstandards eingehalten hat, zeigt dieser erfolgreiche Angriff die außerordentliche kriminelle Energie der Hacker.
Die gestohlenen Daten, die bereits im Darknet veröffentlicht wurden, enthalten neben Übernachtungslisten der vergangenen Jahre auch private Rechnungsadressen, Geburtsdaten von Kunden, interne Geschäftszahlen und einige Handynummern von Mitarbeitern. Besonders besorgniserregend sind auch die „Notfalllisten“, die Informationen über Gäste, Check-in-Daten und Zimmernummern enthielten.
Dieter Müller, der Gründer und Mitinhaber von „Motel One“, appellierte an die Bundesregierung, die Cyberabwehr zu stärken. Das Unternehmen betonte jedoch, dass die Sicherheit der Gäste nicht gefährdet sei und dass es eng mit Experten für Informations- und IT-Sicherheit sowie den zuständigen Behörden zusammenarbeitet.
Dieser Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die Sicherheit persönlicher Daten zu gewährleisten und Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftige Angriffe zu verhindern.
Quelle: Tagesschau

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