In der Welt der Computer und Technologie spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine immer größere Rolle. Unternehmen wie Meta, Google und Microsoft investieren daher verstärkt in die Entwicklung von Chatbots und generativen KI-Modellen. Diese Systeme sind in der Lage, Aufgaben zu erledigen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern, wie das Lernen, Problemlösen oder Entscheidungen treffen. Ein Pionier auf dem Gebiet der KI ist OpenAI, das Unternehmen hinter dem Textroboter ChatGPT. Im November 2022 meldeten sich innerhalb von fünf Tagen weltweit eine Million Nutzer an, nachdem OpenAI die Software-Version GPT-3 kostenfrei zugänglich gemacht hatte. Die Konkurrenz, allen voran Google, versucht nun aufzuholen.Google stellte im Juli den KI-Chatbot Bard vor, der ähnlich wie ChatGPT menschenähnliche Antworten geben kann. Bard kann Antworten aus dem Internet abrufen und ist in die Google-Suchmaschine integriert. Im Gegensatz zu ChatGPT bietet Bard verschiedene Antwortmöglichkeiten an, während ChatGPT nur eine Antwort erzeugt. ChatGPT kann sich an frühere Unterhaltungen erinnern, während die Fähigkeit von Bard, sich Kontext zu merken, derzeit noch begrenzt ist. OpenAI hat jedoch auf der Plattform X darauf aufmerksam gemacht, dass ChatGPT nun auch Zugang zum Internet hat und Antworten mit Links zu den Quellen ergänzt werden. Zudem kann ChatGPT bisher viel besser eigenständige Texte generieren, etwa Gedichte, Buchtexte, Hausarbeiten oder sogar Moderationen für Sendungen. Google entwickelt derzeit einen weiteren Chatbot namens Gemini, der über eine fünffach höhere Rechenleistung verfügen soll als ChatGPT. Gemini befindet sich noch im Testeinsatz in Unternehmen und ist ein KI-Assistent für die Automatisierung von Aufgaben. Wie Bard soll auch Gemini tief in vorhandene Google-Produkte wie Google Mail oder YouTube verankert werden. Eine weitere Konkurrenz für ChatGPT und Google ist Perplexity, eine KI, die von ehemaligen Programmierern von OpenAI entwickelt wurde. Perplexity funktioniert ähnlich wie ChatGPT, benennt jedoch Quellen und verlinkt sie sogar in den Antworten. Perplexity ist in der Regel genauer als ChatGPT, insbesondere bei der Erstellung von Texten, die Fakten oder Sachinformationen enthalten. Nachteilig ist, dass Perplexity im Unternehmenseinsatz oft teurer ist als ChatGPT. Welches System der Nutzer idealerweise verwendet, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen ab. ChatGPT eignet sich für Nutzer, die nach einem Chatbot suchen, der unterhalten und bilden kann. Bard ist eher ein Wissensdatenbank-System, das Fragen auf informative Weise beantworten kann. Perplexity steht am ehesten für einen Textgenerator, der bei der Erstellung kreativer Inhalte hilft. Gemini ist ein KI-Assistent, der bei der Automatisierung von Aufgaben unterstützt1.Alle Systeme Künstlicher Intelligenz haben jedoch ein gemeinsames Problem: Sie verbrauchen in der Trainingsphase enorme Mengen an Energie. Das Training von ChatGPT3 soll beispielsweise 1.300 Megawattstunden Strom verbraucht haben, und die Betriebskosten belaufen sich auf mindestens 700.000 Dollar am Tag.
Konkurrenzkampf um Künstliche Intelligenz: ChatGPT, Bard & Co.
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