Der Unternehmer Theo Müller, Gründer der gleichnamigen Unternehmensgruppe, hat laut einem Medienbericht erstmals bestätigt, Kontakt zur Alternative für Deutschland (AfD) gehabt zu haben. Die Informationen wurden gegenüber dem „Handelsblatt“ preisgegeben, wobei Müller bestätigte, AfD-Chefin Alice Weidel vor einigen Wochen zu einem privaten Dinner in einem Nobelrestaurant in Cannes getroffen zu haben.
Ein Sprecher von Alice Weidel habe laut dem Zeitungsbericht das Treffen ebenfalls bestätigt. Müller gab an, dass dies nicht das erste Treffen war, und es sei ein weiteres Treffen mit der AfD-Politikerin für Ende des Jahres geplant. Er betonte, dass sein Interesse bei den Gesprächen dem AfD-Programm sowie Weidels persönlicher Ansicht zur aktuellen Politik gegolten habe. Müller betonte, dass er keinerlei Anhaltspunkte für eine NS-Ideologie gefunden habe, was für ihn inakzeptabel wäre.
Müller versicherte, die AfD weder persönlich noch auf Unternehmensebene finanziell zu unterstützen. Auch ein Sprecher von Weidel betonte, dass es keine Spenden von Müller oder seinem Umfeld an die Partei gegeben habe. Das Treffen zwischen Müller und Weidel sei rein privater Natur gewesen.
Die AfD wird in mehreren Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet, während sie in Sachsen-Anhalt und Thüringen als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Müller, bekannt durch die Theo Müller Unternehmensgruppe, ist Inhaber von Marken wie Müllermilch, Molkerei Weihenstephan und Landliebe.
Die Entwicklung der AfD seit ihrer Gründung im Jahr 2013 zeigt deutliche Veränderungen sowohl inhaltlich als auch personell. Die Partei hat sich von ihren ursprünglichen wirtschaftsliberalen Ideen hin zu einer rechtspopulistischen Ausrichtung gewandelt.
