Microsoft hat den offiziellen Namen seines kommenden Server-Betriebssystems bekannt gegeben: Windows Server 2025. Die ersten Einblicke in das neue System, zuvor unter dem Arbeitstitel v.Next bekannt, wurden im November 2023 während der Ignite-Konferenz enthüllt. Jeff Woolsey, ein Mitarbeiter von Microsoft, hat nun in einem Blogbeitrag weitere Details und den Namen des Betriebssystems offiziell gemacht.
Interessierte können die Vorabversion des Windows Server 2025 im Windows-Insider-Programm testen. Der aktuelle Build mit der Versionsnummer v.26040 ist verfügbar und zeigt bereits die Bezeichnung Server 2025 in den Systemeigenschaften. Neue Funktionen sollen in regelmäßigen Abständen, etwa alle zwei Wochen, hinzugefügt werden.
Die bisherigen Ankündigungen deuten darauf hin, dass Windows Server 2025 mehr als nur eine Versionsnummeränderung ist. Eine vielversprechende Neuerung ist die Einführung der Funktion „Server Hotpatching“, die bisher nur für Windows Server Datacenter in Azure verfügbar war. Diese Funktion ermöglicht das Einspielen von Sicherheitsupdates im laufenden Betrieb ohne Neustart, was die Schließung von kritischen Sicherheitslücken beschleunigen soll.
Ein weiteres Highlight ist das „Next Generation Active Directory and SMB“. Diese Aktualisierung des zentralen Benutzer-, Gruppen- und Rechnerverwaltungssystems verspricht eine neue Ära für Active Directory, das in den vergangenen Versionen eher geringfügige Veränderungen erfahren hat. Die Erweiterungen sollen nicht nur die Leistung in großen Netzwerken verbessern, sondern auch die Sicherheit durch die Integration von TLS 1.3 für LDAP und neuen Hashfunktionen für Kerberos erhöhen.
Microsoft plant zudem, die Seitengröße der zugrunde liegenden Datenbank von 8k auf 32k umzustellen, was die Leistung in großen Active Directories weiter steigern soll. Diese Änderung wird jedoch nicht automatisch erfolgen, sondern nur auf Anfrage von Domain Controllern, die mit Server 2025 betrieben werden.
In Bezug auf künstliche Intelligenz erwähnt Jeff Woolsey „Hyper-V & AI“. Es bleibt abzuwarten, wie KI in die Virtualisierungsplattform Hyper-V integriert wird. Auf den Wunschzetteln der Administratoren steht laut Woolsey auch „Hyper-V & USB“ hoch im Kurs, da der USB-Support von Hyper-V bisher verbesserungswürdig ist.
Die Ankündigung von Windows Server 2025 weckt Hoffnungen auf substantielle Neuerungen und Verbesserungen, insbesondere für Server-Admins, die außerhalb von Azure arbeiten. Die genauen Details der neuen Funktionen werden im Laufe der weiteren Entwicklung und Tests im Insider-Programm enthüllt.
