Digitalisierung in der Medizin: eRezept sorgt weiterhin für Dramen (März 2024)

Seit Anfang 2024 ist das elektronische Rezept (eRezept) für gesetzlich versicherte Deutsche obligatorisch, wenn es um die Verschreibung von Medikamenten geht. Doch auch im März 2024 stoßen Ärzte, Apotheker und Patienten weiterhin auf erhebliche Probleme mit dieser neuen Technologie.

In der vergangenen Woche erreichten mich erneut Berichte über Ausfälle von eRezepten, und auch aus der Ärzteschaft wurden größere Probleme signalisiert. Die gematik, zuständig für die Telematikinfrastruktur (TI), die die eRezepte unterstützt, scheint mit technischen Problemen zu kämpfen zu haben.

Zum Beispiel kam es am Montag, den 11. März 2024, erneut zu Ausfällen der TI von 8:00 bis 12:00 Uhr, wie bereits am Montag davor. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen beim Ausstellen und Einlösen von eRezepten sowie beim Einlesen von Daten der elektronischen Gesundheitskarte.

Die Störungen wurden größtenteils mit Problemen beim Trust Service Provider medisign in Verbindung gebracht. Dieser ist zwar einer von vier zugelassenen Anbietern für elektronische Heilberufsausweise und Praxis- sowie Institutionsausweise, jedoch kein direkter Dienstleister der gematik. Probleme bei medisign können daher zu Ausfällen in den Praxen und Apotheken führen, die seine Karten verwenden.

Die gematik und medisign haben versucht, die Probleme zu lösen, und haben Verbesserungen gemeldet. Dennoch bleiben die Ausfälle und Verzögerungen ein Ärgernis für Ärzte, Apotheker und Patienten. Insbesondere die morgendlichen Spitzenzeiten führen zu einer Überlastung der Systeme, was zu weiteren Schwierigkeiten bei der Abwicklung von eRezepten führt.

Darüber hinaus gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Genauigkeit des eRezeptsystems. Es wurden Fälle von falsch zugeordneten oder unklaren Rezepten gemeldet, die zu Verwirrung und Fehlern in der Medikamentenversorgung führen können.

Insgesamt scheint die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit dem eRezept noch nicht reibungslos zu funktionieren. Die fortlaufenden Probleme und Schwierigkeiten bei der Implementierung werfen Fragen nach der Zukunft der digitalen Medizin auf und zeigen, dass weitere Verbesserungen und Anpassungen erforderlich sind, um ein effizientes und sicheres System zu gewährleisten.

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