Die EU plant die Interoperabilität von Messengern – ein ehrgeiziges Vorhaben, das jedoch auf zahlreiche Probleme stößt und möglicherweise verschoben werden muss. Trotzdem bleibt eine entscheidende Frage offen.
Im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) soll die Interoperabilität von Messengern in der EU ermöglicht werden, um die Marktmacht großer Anbieter wie WhatsApp einzudämmen. Doch bisher ist wenig von diesem Vorhaben übrig geblieben. Lediglich Meta-Dienste wie WhatsApp und der Facebook Messenger sind als Gatekeeper für die Öffnung eingestuft worden. Andere Anbieter haben kein Interesse an der Interoperabilität gezeigt, da sie Nachteile befürchten.
Matrix hat jedoch angekündigt, Nachrichten mit WhatsApp austauschen zu wollen. Doch ob weitere Anbieter folgen werden, ist unklar. Meta hat Anfang März technische Spezifikationen vorgelegt, um die Interoperabilität zu ermöglichen, aber viele Details bleiben ungeklärt. Europäische Regulierungsbehörden haben zahlreiche offene Punkte identifiziert, darunter Fragen zur Nutzeridentität, Bedienoberflächen, Gerätekompatibilität und Datenschutz.
Trotz intensiver Gespräche und Workshops ist der Fortschritt langsam und chaotisch. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Aufwand letztendlich lohnen wird.
