Deutsche Bahn: Zugbegleiter werden mit Bodycams ausgestattet


Die Deutsche Bahn plant, ihre Mitarbeitenden im Regionalverkehr mit Bodycams auszustatten, um sie besser vor Übergriffen zu schützen. Laut der Deutschen Bahn AG gab es im letzten Jahr rund 3.150 Angriffe auf ihre Mitarbeitenden, wobei der Großteil auf das Zugpersonal im Regionalverkehr entfiel. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sollen die Bodycams zunächst auf freiwilliger Basis und schrittweise auf ausgewählten Strecken eingeführt werden.

Die Entscheidung basiert auf erfolgreichen Tests in verschiedenen Regionen Deutschlands, bei denen sich die Bodycams als präventiv und deeskalierend erwiesen haben. Mitarbeitende, die bereits Bodycams tragen, berichten von einer rückläufigen Anzahl körperlicher und verbaler Angriffe. Die Kameras zeichnen ausschließlich Bildmaterial auf und werden nur in eskalierenden Situationen aktiviert.

Die gespeicherten Daten werden verschlüsselt und nach 72 Stunden automatisch gelöscht. Zugriff darauf haben nur die Bundespolizei und der interne Datenschutz der Deutschen Bahn. Die Einführung der Bodycams ist Teil eines größeren Sicherheitskonzepts der Bahn, das auch die Installation von mehr als 50.000 Videokameras im Regional- und S-Bahn-Verkehr sowie an Bahnhöfen umfasst.

Während die Deutsche Bahn ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, zeigen sich private Regional-Bahnen in Bayern zurückhaltend bei der Einführung von Bodycams. Die Berliner Verkehrsbetriebe hingegen haben ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Sicherheitsmitarbeitende mit Bodycams ausgestattet werden, um die Sicherheit in U-Bahnhöfen und Fahrzeugen zu erhöhen.

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