Europols Enthüllung: Über 800 kriminelle Netzwerke in Europa enttarnt

Die Bösen sind unter uns – und zwar nicht nur in den Schurkenfilmen Hollywoods, sondern auch in unseren europäischen Nachbarschaften. Europol hat kürzlich das Deckblatt von über 800 kriminellen Netzwerken gelüftet, die sich hauptsächlich im Drogenhandel tummeln und selbst vor dem Schattenreich der Gewalt nicht zurückschrecken. Ja, richtig gehört, diese Gangster haben den Sinn für Grenzen nicht nur auf der Landkarte verloren, sondern auch in ihren Taten.

Der jüngste Bericht von Europol hat die Hosen runtergelassen und uns Einblicke in die dunklen Abgründe des organisierten Verbrechens in der EU gegeben. Annelies Verlinden, Belgiens Innenministerin, beschrieb den Bericht als ein „Enthüllungsmanifest“ über 821 der fiesesten kriminellen Netzwerke, das je zusammengestellt wurde. Die Datensammlung wurde durch die heldenhafte Zusammenarbeit aller EU-Mitgliedsstaaten und 17 weiterer Kumpels aus Drittstaaten ermöglicht – und das Ergebnis ist wahrlich beeindruckend, wenn man das Böse beeindruckend nennen kann.

Laut dem Bericht sind diese 821 Netzwerke mit etwa 25.000 Mitgliedern gespickt, von denen etwa die Hälfte im Drogenhandel aktiv ist. Kokain, synthetische Drogen und Cannabis sind ihre täglichen Bestseller, und Gewalt ist ihr treuer Begleiter. Die meisten von ihnen sind so sehr auf ihren Job fixiert, dass sie nur eine kriminelle Tätigkeit pro Nase betreiben. Nur 18 Prozent sind so vielseitig begabt, dass sie sich in verschiedenen Kategorien des Verbrechens ausprobieren – von Drogenhandel bis hin zu Betrug, von Einbrüchen bis hin zum Menschenhandel. Und hier dachten wir, Multitasking sei nur etwas für Bürojobs!

Europol hat auch einen Blick auf die Nationalitäten dieser Schurken geworfen und herausgefunden, dass 112 verschiedene Nationalitäten unter den Verdächtigen vertreten sind. Das ist in etwa so bunt wie der Gemüsestand auf einem Wochenmarkt – nur dass hier niemand nach Tomaten oder Karotten sucht, sondern nach illegalen Geschäften.

Apropos bunt: Die „Mocro-Mafia“ hat in den Niederlanden und Belgien ihre Finger im Spiel. Trotz ihres klangvollen Namens, der nach einem italienischen Pasta-Gericht klingt, sind sie in Wirklichkeit so multinational wie ein internationales Buffet. Mit Verbindungen zu spanischen Ganoven sind sie vor allem im Verkauf von Kokain und Cannabis aktiv. Deutschland hält ebenfalls ein Ticket für diese kriminelle Achterbahnfahrt, mit Hunderten von Geldautomatensprengungen, die der „Mocro-Mafia“ zugeschrieben werden. Na dann, guten Appetit!

Was den Bericht noch aufregender macht, ist die Tatsache, dass diese Schurken keine Grenzen kennen. Sie operieren nicht nur über EU-Grenzen hinweg, sondern verstricken sich auch gerne in legale Geschäftsbereiche, um ihre kriminellen Machenschaften zu verschleiern. Denn warum sollten sie sich nur auf eine Sache konzentrieren, wenn sie auch im Bananenimport aus Ecuador ihre Finger haben können?

Europol hat sich vorgenommen, dieses bunte Treiben zu bekämpfen, indem sie die Daten nutzen, um das organisierte Verbrechen in der Europäischen Union gezielter anzugehen. Wer weiß, vielleicht können sie sogar ein paar von ihnen dazu bringen, ihre Karriere in der Welt des Verbrechens an den Nagel zu hängen und stattdessen legale Bananen zu importieren.

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