Google-Fonts-Abmahnung: Hotel setzt virtuelles Hausverbot gegen Abzockerin durch

Manche Menschen gehen für ihr Unwohlsein wirklich weit – im Fall von Eva Z. sogar so weit, dass sie sich in einem Kärntner Hotel unerwünscht gemacht hat. Doch wie kam es dazu? Die Geschichte beginnt mit einer scheinbar harmlosen Fonts-Datei von Google und endet in einem juristischen Schlagabtausch, der selbst die Klosterfrau Hildegard von Bingen ins Visier nimmt.

Alles begann damit, dass Frau Z. durch die Webseiten von Hotels und anderen Unternehmen stöberte und dabei auf die Verwendung von Google Fonts stieß. Das brachte sie derart aus der Fassung, dass sie beschloss, mit Hilfe eines Anwalts Briefe mit Geldforderungen zu verschicken. Doch nicht irgendein Geld – nein, sie forderte satte 100 Euro Schadenersatz plus 90 Euro Spesen von den Webseitenbetreibern. Ein lukratives Geschäft, dachte sie sich wohl, als sie die automatisierten Klageandrohungen verschickte.

Doch was Frau Z. nicht bedachte, war die Reaktion eines Hoteliers aus Kärnten, der die Nase voll hatte von den Abmahnungen. Er setzte ein virtuelles Hausverbot gegen Frau Z. durch – sie darf die Webseite des Hotels nicht mehr aufrufen. Eine ironische Wendung der Ereignisse, wenn man bedenkt, dass es eigentlich Frau Z. war, die wegen vermeintlicher Datenschutzverletzungen Unwohlsein verspürte.

Der Abmahnwahnsinn von Frau Z. traf nicht nur das besagte Hotel, sondern Tausende von Webseitenbetreibern in Österreich. Viele von ihnen zahlten, um einer möglichen Klage zu entgehen. Doch nicht alle ließen sich einschüchtern – einige Anwälte wie Ulrich Salburg drehten den Spieß um und forderten sogar Aufwandsentschädigung von Frau Z. Eine bittere Pille für die selbsternannte Datenschützerin.

Das Kuriose an der Geschichte? Frau Z. konnte in einem anderen Verfahren nicht einmal beweisen, dass sie tatsächlich geschädigt wurde. Trotzdem versuchte sie, aus der Situation Profit zu schlagen. Doch ihr Plan ging nicht auf – stattdessen ermittelt nun die österreichische Staatsanwaltschaft wegen Erpressung und Betrug gegen sie und ihren Anwalt.

Wer hätte gedacht, dass eine einfache Fonts-Datei so viel Ärger verursachen könnte? Aber hey, immerhin gibt es jetzt ein Hotel, das von einer lästigen Abmahnerin befreit ist. Vielleicht sollten wir alle öfter virtuelle Hausverbote aussprechen – wer weiß, wen es als nächstes treffen könnte!

Hinterlasse einen Kommentar