Weniger Luxus über den Wolken: Abgeordnete müssen künftig Economy fliegen

Es ist Zeit, sich an den Anblick zu gewöhnen: Politikerinnen und Politiker des Bundestags werden künftig bei Dienstreisen, die weniger als vier Stunden dauern, in der Economy Class statt in der Business Class reisen. Diese Entscheidung soll dazu beitragen, die Ausgaben für Dienstreisen zu senken, die in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind.

Die Neuregelung, die von Präsidium, Ältestenrat und den Parlamentarischen Geschäftsführungen der Fraktionen beschlossen wurde, betrifft rund 735 Abgeordnete des Bundestags. Laut einem Schreiben von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) soll dieser Schritt zu einer Einsparung der Ausgaben für Dienstreisen führen, die in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben.

Besonders betroffen von dieser Änderung sind Flüge innerhalb Europas. Bisher reisten die Abgeordneten in der Regel in der Business Class. Durch den Wechsel zur Economy Class wird nach Schätzungen der Bundestagsverwaltung etwa die Hälfte der Kosten eingespart. Dennoch haben die Politiker die Möglichkeit, die Reisequalität durch den Zugang zur Business-Lounge und zur beschleunigten Abfertigung an den Sicherheitskontrollen zu verbessern – allerdings auf eigene Kosten.

Es lohnt sich auch ein Blick auf die Reisemöglichkeiten innerhalb Deutschlands: Hier können die Parlamentarier ohnehin ohne Flüge auskommen, da sie über eine kostenlose BahnCard 100 verfügen.

Die Entscheidung, Abgeordnete dazu zu bringen, auf Dienstreisen etwas sparsamer zu sein, ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Obwohl einige vielleicht den Komfort der Business Class vermissen werden, sollten wir bedenken, dass es in erster Linie um die effiziente Nutzung von Steuergeldern geht – und das ist etwas, worüber man nicht leichtfertig hinwegsehen sollte. Also, auf ein angenehmes Flugerlebnis in der Economy Class!

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