Die Keyf GmbH aus Hamburg zieht vor Gericht gegen Sidos Firma KEjF. Ein Grund: Die Ähnlichkeit der Namen und das vermutete „monetäre Interesse“ des ehemaligen Gangsta-Rappers.
Während Sido in einem Talk mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach über die Legalisierung von Cannabis plaudert, steckt er gleichzeitig mitten in einem Gerichtsstreit. Die Keyf GmbH aus Hamburg will vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen Sidos Firma durchsetzen.
Die Shisha-Firma Keyf vertreibt Produkte rund um Shishas und E-Zigaretten und betreibt Shisha-Bars, vorwiegend im Norden Deutschlands. Erst Mitte Februar 2024 wurde bekannt, dass Sidos Firma KEjF nicht nur Shirts, sondern auch medizinisches Cannabis vertreibt. Die Keyf GmbH bemängelt die Ähnlichkeit der Firmennamen und hat erst kürzlich von der Existenz von KEjF erfahren.
Die Richterin Monika Rhein führt die Verhandlung und weist darauf hin, dass beide Firmennamen ähnlich ausgesprochen werden und auf das türkische Wort „Kif“ zurückgehen, was so viel wie „Wohlbehagen, die Seele baumeln lassen“ bedeutet. Die Shisha-Firma hatte ihren Namen bereits 2017 in Deutschland und später europaweit eingetragen, während Sidos Marke erst Ende 2023 registriert wurde.
Die Frage, ob Shishas und medizinisches Marihuana in einen Topf geworfen werden können, bleibt offen. Die Anwälte beider Seiten sind sich uneins über eine mögliche Lizenzierung des Namens. Die Richterin schlägt vor, eine gütliche Einigung zu finden, was jedoch von Seiten Sidos abgelehnt wird.
Ob die beiden Parteien sich einigen können, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung der Kammer wird Ende Mai erwartet.
