Wenn es um Start-ups geht, scheinen die Karten bereits verteilt zu sein. Eine neue Studie zeigt, dass die meisten Gründer aus wohlhabenden Familien stammen. Aber ist das wirklich so? Und was bedeutet das für den Rest von uns?
Die neueste Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und des Start-up-Verbands hat einige interessante Ergebnisse zutage gefördert. Es scheint, als würden Start-ups eher von Personen aus wohlhabenden Familien gegründet werden. Ihre Eltern haben meistens studiert und sind oft selbst Unternehmer. Klingt nach einem typischen Fall von „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, oder?
Die Daten zeigen, dass die meisten Gründer von Start-ups gut ausgebildet sind. 85 Prozent von ihnen haben einen Abschluss einer Universität oder Fachhochschule. Meistens haben sie in den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Naturwissenschaften studiert. Aber das ist noch nicht alles. Die meisten dieser Gründer sind Männer. Nur eine von fünf Gründungen geht von einer Frau aus.
Aber was ist mit denjenigen, die nicht aus wohlhabenden Familien stammen? Nun, es sieht nicht ganz so rosig aus. Die meisten Gründer, die nicht zur oberen Mittelschicht gehören, starten ihre Unternehmen später im Leben. Sie sind im Durchschnitt schon 42 Jahre alt. Ihre Unternehmen verfügen regelmäßig über weniger Fremdkapital und beschäftigen weniger Angestellte als die von sozial Bessergestellten.
Eine der Hauptursachen dafür ist die fehlende Unterstützung und das Fehlen von Netzwerken. Während die Kinder aus wohlhabenden Familien von klein auf über Unternehmertum sprechen hören und oft Zugang zu Finanziers haben, haben die Kinder aus weniger privilegierten Familien diese Möglichkeit oft nicht.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Wenn es um Vermögen geht, ist Unternehmertum der Königsweg zu echtem Reichtum. Im Durchschnitt haben Unternehmer in Deutschland eine Million Euro Vermögen – nach Abzug von Schulden.
Natürlich gibt es auch Risiken. Nicht jedes Start-up ist erfolgreich, und viele enden in einer Pleite. Aber das gehört nun mal dazu. Immerhin zeigt die Studie, dass neun von zehn Jungunternehmern sagen, dass sie nochmal gründen wollen. Und wer weiß, vielleicht ist beim nächsten Mal ja auch Platz für diejenigen, die nicht aus wohlhabenden Familien stammen.
