Politikerangriffe sind in Deutschland leider keine Seltenheit mehr. Nach Angriffen auf Politiker von SPD und Grünen in Dresden sind nun Politiker der AfD in Stuttgart betroffen. Die Anzahl der körperlichen Angriffe und Beleidigungen auf Politiker steigt, und auch die Tätergruppen verändern sich.
Die jüngsten Angriffe in Stuttgart reihen sich in eine Serie von Attacken auf Politiker ein. Das Bundeskriminalamt (BKA) zählte allein im vergangenen Jahr 27 körperliche Angriffe auf Politiker, und die Zahl steigt weiter an. Auffällig ist jedoch, dass sich die Zielgruppe der Angreifer verlagert hat. Während 2019 vor allem Vertreter der AfD betroffen waren, sind es nun vermehrt Politiker der Grünen.
Besonders die AfD steht dabei im Fokus. Der Partei wird vorgeworfen, durch ihre teils rechtsextremen Positionen zur Verrohung der politischen Kultur beizutragen. Experten sehen rechte Parteien wie die AfD als Treiber von Polarisierung und Radikalisierung.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während die AfD im vergangenen Jahr bundesweit 478 Fälle von Anfeindungen verzeichnete, waren es für die Grünen bereits 1.219. Die AfD sieht sich zunehmend mit Anfeindungen konfrontiert, sei es in Form von Beleidigungen oder körperlichen Angriffen.
Doch Angriffe auf Politiker sind ein Angriff auf die Demokratie als Ganzes. Deshalb fordern Politiker verschiedener Parteien wie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Bundeskanzler Olaf Scholz ein gemeinsames Vorgehen gegen Gewalt und für Demokratie. Überparteiliche Plakataktionen und Fairnessabkommen sollen ein Zeichen setzen und den politischen Diskurs wieder auf eine sachliche Ebene zurückführen.
Die aktuellen Angriffe auf Politiker zeigen, dass die politische Debatte in Deutschland an Schärfe gewinnt. Es liegt an uns allen, dem entgegenzuwirken und unsere Demokratie zu schützen. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt: Wählen gehen!
