Das Bundeskriminalamt (BKA) schlägt Alarm: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 800 Unternehmen und Institutionen Opfer von Cyberangriffen, vor allem aus dem Ausland. Bundesinnenministerin Nancy Faeser warnt insbesondere vor Attacken aus Russland. Was steckt hinter dieser alarmierenden Entwicklung?
Das Bundeskriminalamt (BKA) schlägt Alarm: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 800 Unternehmen und Institutionen Opfer von Cyberangriffen, vor allem aus dem Ausland. Bundesinnenministerin Nancy Faeser warnt insbesondere vor Attacken aus Russland. Was steckt hinter dieser alarmierenden Entwicklung?
Das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichte kürzlich das „Bundeslagebild Cybercrime“ für das Jahr 2023, und die Zahlen sind alarmierend. Mehr als 800 Unternehmen und Institutionen wurden Opfer von Cyberangriffen, und die Täter agieren immer häufiger aus dem Ausland. Eine „steigende Tendenz bei Cyberangriffen sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht“ sei zu beobachten, so das BKA.
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Cybercrime-Delikte bei Auslandstaten um rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist nicht neu, denn bereits seit dem Jahr 2000, als diese Taten erstmals separat erfasst wurden, nimmt die Zahl der Angriffe aus dem Ausland kontinuierlich zu.
Im Gegensatz dazu sank die Anzahl der Cyberangriffe aus dem Inland im Jahr 2023 um 1,8 Prozent. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 32 Prozent an. Trotz dieser positiven Entwicklung warnt Bundesinnenministerin Nancy Faeser vor einer nachlassenden Wachsamkeit: „Wir müssen den Schutz gegen die aktuellen Bedrohungen überall weiter hochfahren.“
Besonders deutlich warnt Faeser vor Angriffen aus Russland. Auch der Digitalverband Bitkom warnt vor einer Zunahme der Angriffe aus China. Innerhalb von zwei Jahren sei die Zahl der bekannten Fälle um 50 Prozent gestiegen. Aus Russland sei sogar eine Verdopplung der Angriffe gemessen worden.
Die Opfer von Cyberangriffen sind vor allem finanzstarke Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Aber auch kleine und mittelständische Unternehmen sind häufig betroffen. Besonders schwerwiegend sind Ransomware-Angriffe, bei denen Kriminelle die Daten von Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen verschlüsseln und ein Lösegeld für die Entschlüsselung fordern.
Laut Bitkom verursachten die Täter im Jahr 2023 einen Schaden von 205,9 Milliarden Euro, wovon fast drei Viertel auf Cyberattacken zurückzuführen sind. Besonders interessant ist der jährliche Trend einer „Sommerpause“ zwischen den Angriffen, der im Bericht erwähnt wird.
