Die Domain „fritz.box“ ist wieder in sicheren Händen: Die AVM GmbH hat ihren Kampf um die beliebte Router-Domain gewonnen. Doch wer steckt hinter der fragwürdigen Registrierung?
Ein unbekannter Gegner hatte Ende Januar die Domain „fritz.box“ für sich registriert und auf verschiedene Webseiten umgeleitet. Das führte bei Nutzern von Fritz!Box-Routern zu unerwünschten Konsequenzen, wie die Schiedsstelle WIPO bestätigte. Doch jetzt hat AVM das Schiedsverfahren gewonnen.
Der anonyme Registrant, der sich hinter dem Pseudonym „John Doe“ verbirgt, handelte laut WIPO-Beschluss böswillig. Er bot die Domain sogar auf einer NFT-Plattform zum Verkauf an – für einen stolzen Preis von etwa 900.000 Euro.
Die WIPO entschied zugunsten von AVM, da die Identität des Registranten nicht geklärt werden konnte und grundlegendste Sorgfaltspflichten verletzt wurden. Damit gehört die Domain nun offiziell dem Hersteller der Fritz!Box.
Für Fritz!Box-Nutzer ändert sich jedoch nichts, betont AVM. Die Domain war bereits seit März nur noch sporadisch erreichbar und wird nun bald aus dem DNS verschwinden.
In der kommenden Ausgabe 13/24 der c’t wird beleuchtet, wie Namenskollisionen im Internet Probleme verursachen können und welche technischen Mittel dagegen existieren.
