Blitzer-Ausfall in Rotterdam: Wenn die Radarfalle streikt

Ein kurioses Ereignis erschütterte die Straßen Rotterdams: Eine Radarfalle gab den Geist auf – nicht etwa wegen technischer Mängel, sondern wegen einer wahren Flut von Verstößen.

Die Szene gleicht einem Comedy-Sketch: Eine Radarfalle vor einer Autobahnbaustelle in Rotterdam wird von einer wahren Welle an verstoßenen Tempolimits überwältigt. Mit einer unfassbaren Menge von zehntausend Bußgeldern pro Tag war das Verarbeitungssystem schlicht überfordert. Als Ursache für das Verkehrschaos wird die ungewohnte Tempobegrenzung von 70 km/h infolge einer Brückenrenovierung genannt. Offenbar hatten viele Fahrer noch nicht begriffen, dass sie sich nicht mehr im Formel-1-Modus bewegen durften.

Doch die Behörden zeigen auch Selbstkritik: Vielleicht sei der Blitzer zu früh aktiviert worden, mutmaßt ein Sprecher. Es sei schließlich nicht das Ziel, die gesamte Autofahrerschaft Rotterdams in den Geldbeutel zu treffen. Daher wurde die Radarfalle vorübergehend außer Betrieb genommen, die verhängten Bußgelder zurückgezogen und zusätzliche Warnschilder aufgestellt.

Nach einer kurzen Atempause ist die Radarfalle nun jedoch wieder im Einsatz. Die Verkehrsteilnehmer hatten Zeit, sich an die neue Tempobegrenzung zu gewöhnen, und erste Tests zeigen bereits, dass die Zahl der Bußgelder deutlich gesunken ist. Ein kleiner Triumph für alle, die ihre Bremsen rechtzeitig gefunden haben.

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