Kreuzfahrten für Abschiebungen? Reedereien drohen AfD-Stadtratsfraktion mit rechtlichen Konsequenzen

Die AfD-Stadtratsfraktion im brandenburgischen Senftenberg hat mit einem Kalender für Aufsehen gesorgt, der internationale Kreuzfahrtschiffe mit ausländerfeindlichen Parolen verbindet. Die betroffenen Reedereien drohen nun mit juristischen Schritten gegen diese fragwürdige Verwendung ihrer Bilder und Logos.

Der Kalender der AfD zeigt bekannte Kreuzfahrtschiffe und suggeriert mit Parolen wie „Recht auf Heimat. Wir bringen euch zurück“ oder „Sichere Fluchtrouten Richtung Heimat. Wir machen es möglich“, dass diese für Abschiebungen genutzt werden könnten. Die Reedereien, deren Bilder ohne Erlaubnis verwendet wurden, prüfen rechtliche Schritte und distanzieren sich deutlich von den fremdenfeindlichen Botschaften des Kalenders.

Die Aktion der AfD-Stadtratsfraktion stößt nicht nur auf Ablehnung bei den betroffenen Unternehmen, sondern auch bei Branchenverbänden wie dem internationalen Kreuzfahrtverband CLIA. Dieser kritisiert die Aktion als „widerlich“ und prüft rechtliche Schritte, um das „Machwerk“ zu stoppen und möglicherweise Schadenersatz zu fordern. Die Reedereien müssen jedoch nachweisen, dass der Kalender konkret zu Schäden geführt hat, was rechtlich nicht einfach ist.

Die AfD-Stadtratsfraktion Senftenberg hat bisher nicht auf die Anfragen zu dieser kontroversen Aktion reagiert. Doch die drohenden rechtlichen Konsequenzen könnten die Fraktion teuer zu stehen kommen, wenn sich herausstellt, dass die Verwendung der Bilder und Parolen die Reedereien in eine Nähe zur AfD rückt. Es bleibt abzuwarten, wie die rechtlichen Auseinandersetzungen in diesem Fall verlaufen werden.

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