Niederländisches Gericht stoppt Gasbohrung vor Borkum: Greenpeace siegt über Bohrplattform

Das höchste Gericht der Niederlande hat vorläufig einen Baustopp für eine Gasbohrung nahe der ostfriesischen Insel Borkum erlassen. Greenpeace protestierte auf der Bohrplattform, die sich auf niederländischem Gebiet befindet. Die DUH hatte einen Eilantrag gegen die geplanten Bohrungen eingereicht, dem das Gericht folgte.

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner bezeichnete das Vorgehen des höchsten Gerichts der Niederlande als „großen Tag für Klima- und Meeresschutz“ und lobte das Ende der „juristischen Spielchen des fossilen Konzerns“. Die DUH wirft dem Energiekonzern One-Dyas sowie dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vor, einen zuvor verfügten Baustopp durch eine geänderte Genehmigung zu umgehen.

Die umstrittene Bohrplattform wurde von One-Dyas zur geplanten Förderstelle nordwestlich von Borkum gebracht. Greenpeace-Aktivisten protestierten dagegen, einige hatten sich auf einer Plattform festgemacht und die Vorarbeiten verhindert. One-Dyas betonte, die Sicherheit der Aktivisten und der Crew zu gewährleisten, und bekräftigte das Ziel, noch in diesem Jahr erstes Erdgas zu fördern.

Zusätzlich legte die DUH Widerspruch gegen die Genehmigung eines Seekabels ein. Die Landesregierung Niedersachsen wird aufgefordert, die deutsche Teilgenehmigung zurückzunehmen, da die Kabeltrasse gesetzlich geschützte Riffe zerstören würde.

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