Niclas M., auch bekannt als der „Anzeigenhauptmeister“, ist wohl der Albtraum jedes Falschparkers und die Hoffnung jedes Ordnungshüters. Mit Zollstock und Handy bewaffnet zieht er durch die Straßen, immer auf der Suche nach Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. Doch während er draußen für Recht und Ordnung sorgt, gerät er im digitalen Raum selbst ins Kreuzfeuer.
Sein unermüdliches Engagement brachte ihm nicht nur Instagram-Ruhm und einen eigenen Song eines Rappers ein, sondern auch einen Platz auf der Anklagebank. Der Vorwurf: Volksverhetzung. Denn der „Anzeigenhauptmeister“ soll im Klassenchat den Tod von Impfgegnern gefordert haben. Ironisch, wenn der Jäger der Ordnung selbst ins Visier gerät!
Mit einem selbstgebastelten „POLIZFI“-Schild und einem schier unerschütterlichen Ordnungswahn avancierte Niclas M. zu einem Internetphänomen. Doch der schmale Grat zwischen Engagement und Fanatismus ist oft schwer zu erkennen. Während er auf den Straßen Verkehrssünder jagt, scheint er im digitalen Raum das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Das Urteil, das über ihn gefällt wurde, wirft einen humorvollen Blick auf die Ironie des Schicksals: Vom Ankläger zum Angeklagten! Der „Anzeigenhauptmeister“ muss nun selbst lernen, wie man sich mit den Buchstaben des Gesetzes auseinandersetzt, wenn man auf der falschen Seite der Straße steht.
