Israels Militär hat eine interessante Ankündigung gemacht: Im Süden des Gazastreifens soll es täglich eine mehrstündige „taktische Pause“ der Kampfhandlungen geben. Klingt fast so, als würde man den Feind zum Mittagessen einladen!
Im Ernst, diese Pausen sollen von 8 bis 19 Uhr gelten und mehr Hilfslieferungen in die Region ermöglichen. Denn die humanitäre Lage ist katastrophal – Tausende Menschen haben nicht genug zu essen und zu trinken. Das Welternährungsprogramm warnt sogar vor einer Hungerkrise wie zuvor im Norden Gazas.
Besonders dramatisch ist die Situation in Rafah an der Grenze zu Ägypten. Dort wurden acht israelische Soldaten getötet, die Hamas erklärte stolz, einen Truppentransporter angegriffen zu haben. Eine Million Menschen mussten aus Rafah fliehen und sind jetzt bei brütender Hitze am Strand eingepfercht.
Während die Kämpfe in Rafah also weitergehen, soll es auf der Versorgungsroute von Kerem Schalom bis nach Norden Pausen geben. Vielleicht können die Soldaten dann ja auch mal aufs Klo? Man muss bei alldem auch den Humor nicht verlieren.
Fakt ist: Die Zivilbevölkerung leidet am meisten unter diesem endlosen Konflikt. Hoffen wir, dass die taktischen Pausen wenigstens etwas Erleichterung bringen, auch wenn sie das große Leid nicht beenden können.
