Donald Trump, bekannt für seine pointierten Kommentare und seine scharfe Zunge, hat sich wieder einmal ins Fettnäpfchen gesetzt. Dieses Mal nicht wegen einer kontroversen politischen Äußerung, sondern wegen einer simplen Verwechslung von Namen.
Bei einer Veranstaltung in Detroit, wo er vor einer enthusiastischen Menge sprach, nahm Trump Joe Biden und dessen geistige Verfassung ins Visier. Ironischerweise wurde Trumps Versuch, sich über den drei Jahre älteren Biden lustig zu machen, zu einem unerwarteten Eigentor.
Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten brachte das Thema kognitive Tests aufs Tapet und erinnerte an seine eigene Erfahrung im Weißen Haus. „Doc Ronny Johnson. Kennt jeder Ronny Johnson, den Kongressabgeordneten aus Texas?“, fragte Trump das Publikum. Er bezog sich dabei auf den Arzt, der ihn während seiner Amtszeit als gesundheitsbewussten Präsidenten bezeichnet hatte.
Der Haken an der Sache? Der Präsidentenarzt hieß nicht Ronny Johnson, sondern Ronny Jackson. Jackson, mittlerweile selbst republikanischer Kongressabgeordneter, ist seit seinem Einzug ins Repräsentantenhaus einer der vehementesten Unterstützer von Trump.
Das Internet reagierte prompt auf Trumps fauxpas. Die Biden-Kampagne war blitzschnell und veröffentlichte einen Clip des Moments, in dem Trump den falschen Namen nannte.
Um fair zu sein, Trump hatte sich 2018 freiwillig einem kognitiven Test unterzogen, wie Jackson damals den Reportern mitteilte. Dieser Test zielt darauf ab, frühe Anzeichen von Gedächtnisverlust und anderen leichten kognitiven Beeinträchtigungen zu erkennen. Er umfasst Bereiche wie Kurzzeitgedächtnis, zeitliche Orientierung, Abstraktion und Aufmerksamkeit. Unter anderem musste Trump gezeichnete Tiere benennen, sich fünf Wörter merken, die Gemeinsamkeit von Orange und Banane finden und eine Uhr zeichnen, die zehn Minuten nach elf zeigt.
Insgesamt dauert der Test etwa zehn Minuten und wurde von Trump erfolgreich absolviert – wenn auch nicht ohne gelegentliche Verwechslungen von Namen.
