Softdrink-Steuer: Zuckerhaltige Getränke im Visier der Bundesländer

Ein zuckersüßer Plan mit Biss: Warum eine Softdrink-Steuer jetzt ernsthaft diskutiert wird

Ernährungsminister Cem Özdemir und neun Bundesländer machen Ernst: Eine Steuer auf Softdrinks soll her! Während die WHO sie schon lange empfiehlt und Großbritannien sie längst eingeführt hat, wird in Deutschland noch heftig diskutiert. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache, denn gleich neun Bundesländer fordern den Bund auf, eine Zuckersteuer auf besonders zuckerhaltige Getränke zu prüfen.

Die Front der Unterstützer wächst

Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und das Saarland haben genug von zuckersüßen Verlockungen ohne Konsequenzen. Trotz der freiwilligen Selbstverpflichtung der Industrie hat sich der Zuckergehalt in Softdrinks kaum verringert. „Gesundheitsförderliche Ernährung“ ist anders, wie ein Protokoll der Verbraucherschutzministerkonferenz zeigt. Deshalb wollen diese Bundesländer jetzt eine Abgabe, die Hersteller zur Kasse bittet.

Özdemirs Dauerbrenner: Die Zuckersteuer

Bundesernährungsminister Cem Özdemir ist kein Neuling im Kampf gegen den Zucker. Schon länger fordert er eine Zuckersteuer, stieß dabei aber immer wieder auf Widerstand – vor allem von der FDP. Partei-Vize Wolfgang Kubicki bezeichnete eine solche Steuer sogar als „politischen Aktivismus“. Doch Özdemir bleibt hartnäckig, und jetzt hat er neue Verbündete an seiner Seite.

Milliarden-Ersparnis dank Zuckersteuer?

Eine Studie der Technischen Universität München stützt die Forderungen nach einer Softdrink-Steuer mit beeindruckenden Zahlen: Bis zu 16 Milliarden Euro könnten in den nächsten 20 Jahren eingespart werden. Das liegt vor allem daran, dass eine solche Abgabe Krankheiten wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern könnte. Eine gesündere Bevölkerung bedeutet weniger Belastung für das Gesundheitssystem – ein Argument, das auch finanzpolitisch überzeugt.

Ein internationaler Trend

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke und schlägt eine Abgabe von mindestens 20 Prozent vor. Viele Länder sind diesem Rat bereits gefolgt, darunter Großbritannien. Und wenn die Briten das können, warum dann nicht auch wir? Schließlich sind wir doch sonst immer ganz vorne mit dabei.

Fazit: Weniger Zucker, mehr Gesundheit

Ob die Softdrink-Steuer tatsächlich eingeführt wird, bleibt abzuwarten. Doch die Unterstützung wächst, und die Argumente sind stark – sowohl gesundheitlich als auch finanziell. Vielleicht können wir bald auf eine gesündere Zukunft anstoßen, ganz ohne zuckersüßen Nachgeschmack. Und wer weiß, vielleicht hat die Zuckersteuer auch einen kleinen Nebeneffekt: weniger Kleckereien von klebrigen Softdrinks auf der Couch. Da freut sich doch jeder Haushalt!

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